HH Azur zum US-Pferd des Jahres gewählt

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Alles, außer gewöhnlich ist diese Dame: HH Azur v. Thunder vd Zuuthoeve unter McLain Ward. (© Pauline von Hardenberg)

Nachdem Weltcup-Sieger McLain Ward zum Pferdesportler des Jahres gewählt worden war, wurde seine Superstute HH Azur nun zum Pferd des Jahres ernannt.

Auch HH Azur (Stallname „Annie“) wurde gewählt und nicht ernannt. Die beim belgischen Sportpferdeverband SBS eingetragene, zwölfjährige Thunder van de Zuuthoeve-Tochter ist ohne Zweifel eines der besten Springpferde der Welt. Das hat sie nicht nur in Omaha bewiesen, wo sie in drei perfekten Runden ihm Reiter seinen ersten Weltcup-Titel sicherte.

Azurs Geschichte

In den Sport gebracht worden war sie einst von einem Brasilianer namens Pedro Nolasco. Der ist verheiratet mit Azurs Züchterin, Nathalie Beaufort. Nolasco hatte schon Azurs Mutter auf Turnieren geritten und Azur ist das Ergebnis eines Embryotransfers. Eigentlich wollten die Züchter die Stute mit Argentinus anpaaren. Aber es war nicht möglich, an Samen heranzukommen. Also entschieden sie sich für den Sohn, den damals noch recht unbekannten Thunder van de Zuuthoeve, der sie mit seinen Qualitäten überzeugte. Das Ergebnis der Anpaarung hat einen nicht unwesentlichen Teil zu Thunder van de Zuuthoeves heutigem guten Ruf beigetragen.

Schon beim Anreiten stellten Nathalie Beaufort und Pedro Nolasco fest, dass sie es hier mit einem ganz besonderen Pferd zu tun hatten, einem, das alles sofort versteht und das mit Feuereifer bei der Sache ist. Die ersten Sprünge und schließlich die ersten Turniere sorgten nur noch für mehr Begeisterung. Nolasco und seiner Frau wurde klar, dass sie mit ihren Möglichkeiten dem Talent der Stute nicht gerecht werden können und entschieden, sie zu verkaufen. (Quelle: Chronofhorse.com)

Senkrechtstarterin

So gelangte sie nach einer kurzen Episode mit einem spanischen Reiter 2015 zu McLain Ward, der vom Fleck weg ein Springen nach dem nächsten mit der Stute gewann. 2017 starteten sie mit dem mit 380.000 Dollar dotierten Großen Preis im Februar in Wellington, machten weiter mit dem Weltcup-Springen und zahlreichen anderen Großen Preisen, um schließlich dem US-Team zu Rang zwei beim Nationenpreis-Finale zu verhelfen. In der gesamten Saison hatte Azur bei Mannschaftsentscheidungen nicht einen einzigen Fehler.

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