Hochwasser im Westen – dramatische Situation, auch für die Pferde

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Der Ist-Zustand der Reithalle des Reitvereins Bochum-Werne … (© Privat)

Die Hochwassersituation im Westen von Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz ist dramatisch. Mehr als 100 Menschen sollen ihr Leben gelassen haben und noch immer werden Vermisste gesucht. Betroffen sind auch Pferdehaltungen.

So benötigt beispielsweise der Reitverein Bochum-Werne dringend Hilfe. Neben der Vereinsanlage läuft der Harpener Bach entlang. Eben jener Bach hatte sich wie so viele andere eigentlich harmlose kleine Wasserläufe durch die Starkregenfälle in den vergangenen Tagen innerhalb kürzester Zeit zu einem reißenden Fluss entwickelt und die gesamte Vereinsanlage überflutet. Die gute Nachricht: Die Pferde konnten rechtzeitig evakuiert werden. Die schlechte Nachricht: Bis die Lage sich normalisiert hat und die Reithalle wieder zum Reitunterricht genutzt werden kann, wird es noch dauern. Auch ist noch nicht klar, wie hoch der finanzielle Schaden eigentlich sein wird und was davon durch die Versicherung abgedeckt ist. Das alles trifft den Verein kurz nach der Corona-Krise, durch die sowieso monatelang die Einkünfte durch Reitunterricht ausfielen. Eine prekäre Situation! Darum bittet der Verein um Spenden.

Noch ganz andere Probleme werden deutlich, wenn man auf Facebook schaut. Da sind Menschen, die auf der Suche nach ihren verschwundenen Pferden sind, und andere, die Pferde vor den Fluten gerettet haben und nun nach deren Besitzern fahnden. Eine Plattform für alle bietet zum Beispiel die öffentliche Gruppe „HOCHWASSER – Suche und Sichtungen der Pferde„. Dort findet man auch Informationen, wie man helfen kann.

Wir sind in Gedanken bei allen Betroffenen und Helfern!

UPDATE: Der Pferdesportverband Westfalen hat auch eine Art Hilfsbörse eingerichtet unter www.pferdesportwestfalen.de/ueberschwemmungen.

Außerdem berichtet die FN:

Um gezielt zu helfen und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, erfassen die Pferdesport- und Zuchtverbände der vom Hochwasser betroffenen Länder zurzeit das Ausmaß der Schäden. Pferdesportvereine und Pferdebetriebe werden gebeten, eine Schadensaufstellung formlos per E-Mail an ihren Pferdesport- oder Zuchtverband zu melden:

Rheinisches Pferdestammbuch e.V.: [email protected]
Pferdesportverband Rheinland e.V.: [email protected]
Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar e.V.: [email protected]
Pferdesportverband Rheinland-Pfalz e.V.: [email protected]
Westfälische Pferdestammbuch e.V.: [email protected]
Pferdesportverband Westfalen e.V.: [email protected]

Update: Die Pferdesport- und –zuchtverbände in den Hochwassergebieten haben nun zusammen mit der FN ein Spendenkonto eingerichtet, um für die geschädigten Reit-, Fahr- und Voltigiervereine sowie Zucht- und Pferdebetriebe Geld zu sammeln: Jede Summe hilft – einfach mit Verwendungszweck „Flutkatastrophe Juli 2021“ auf das Konto der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), IBAN DE23 4126 2501 0006 2228 03 bei der Volksbank eG überweisen. Der Kontoauszug gilt als Spendenbeleg.