Infektiöse Anämie: Nun drei Pferde in Hamburg betroffen

Featurebild stall box quarantäne

Der Täter drang in der Nacht in einen Stall in Stadecken-Elsheim ein. (© www.toffi-images.de)

Wie die Stadt Hamburg mitteilt, wurde heute bei zwei Pferden im Bezirk Altona die Equine Infektiöse Anämie amtlich festgestellt. Ein weiteres Pferd wurde positiv auf Antikörper getestet.

Die Meldungen reißen nicht ab. Nun ist in Hamburg von drei betroffenen Pferden die Rede. Zwei müssen nun gemäß Vorschrift getötet werden, weil sie als Virusträger eine lebenslange Ansteckungsgefahr für ihre Artgenossen darstellen.

Es wurde in Sperrbezirk „mit einem Umkreis von einem Kilometer um die betroffenen Haltungen, die in unmittelbarer Nähe zueinander liegen, errichtet“, heißt es in der Mitteilung der Stadt Hamburg.

Drittes Pferd mit erstem positiven Test

Heute wurden außerdem bei einem dritten Pferd innerhalb des Sperrgebiets Antikörper gegen das Virus gefunden. Es folgt nun eine amtliche Probennahme. Bestätigt das zuständige Friedrich-Löffler-Institut die Diagnose, muss auch dieses Pferd eingeschläfert werden.

Heute Morgen kam die Meldung, dass es in Düsseldorf zwei weitere positive EIA-Befunde gibt. Heute Nachmittag wurden in Bayern drei erkrankte Pferde gemeldet.

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  1. Nina Bertram

    In Italien werden die infizierten Pferde nicht getötet sondern Leben in einem Verband auf einer Weide in Isolation von gesunden Pferden. Der Abstand der Weide muss einige KM betragen damit gesunde Pferde nicht angesteckt werden. Allen Pferden geht es gut. Könnte man so was nicht auch in Deutschland durchsetzen?

    • Kersten Bärthel

      Das wäre doch eine wirklich tolle Idee. Findet sich kein Bauer, der eine Weide zur Verfügung stellen kann? Die armen Tiere!

    • Alexander F.

      Hallo Frau Bertram,

      die Tiere merken nichts vom Einschläfern und sind deshalb nicht „arm“. Arm wären alle gesunden Pferde und ihre Halter, die sich anstecken, weil die kranken Pferde weiterhin anstecken können.

      Mit bestem Gruß,
      AF

  2. Annemie Wiedmann

    Wo in Deutschland gibt es bitte ein zur Pferdehaltung geeignetes Gelände, welches einen Abstand von mehreren Kilometer (rundherum, wohlgemerkt!) zu anderen Viehweiden/menschlichen Siedlungen hat ?

  3. irngendwer

    Bleibt dann nicht das Problem der Übertragung durch die Blutsauger bestehen ? Oder können die nicht einen Kilometer weit fliegen?

  4. cima

    Natürlich können blutsaugende Insekten auch weit fliegen, aber nicht schnell genug. Da der Virus nur equiden betrifft kann er sich in z.B. einer Pferd Remseck nicht vermehren und bleibt scheinbar „nur“ 30 Minuten infektiös.


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