Infektiöse Anämie: Zwei weitere Fälle in Willich, Kreis Viersen

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(© Toffi)

In NRW, genauer gesagt in Willich im Kreis Viersen, wurde in zwei Betrieben jeweils ein Pferd mit dem EIA Virus, Equine Infektiöse Anämie, identifiziert. Entsprechende Maßnahmen sind eingeleitet worden.

Die Equiner Infektiöser Anämie hat zwei weitere Pferde in Nordrhein-Westfalen getroffen. Diese beiden Pferde sind nun die Fälle 13 und 14 in den vergangenen rund fünf Wochen. Bei den angeordneten Blutuntersuchungen aufgrund eines Verdachts stellte sich der positive Befund der beiden Pferde aus zwei Ställen in Willich heraus. Das Veterinäramt hat die Tötung der Pferde verfügt. Die betroffenen Betriebe sowie Höfe im Umland wurden im Radius von einem Kilometer für Pferde gesperrt. In dem abgesperrten Gebiet sind rund 150 Pferde gemeldet. Laut Focus soll es sich auch hierbei um Polopferde handeln, wie in den anderen Fällen auch. Das ließ sich aber heute nicht mehr verifizieren.

Die Angst geht um

Hörte man sonst nur vereinzelte Nachrichten eines Ausbruchs der Equinen Infektiösen Anämie, häufen sich die Nachrichten seit dem 8. Juni massiv. Beinahe jede Woche kam eine neue Hiobsbotschaft. Der erste Fall kam aus dem Kreis Verden. Dann kamen Meldungen aus Düsseldorf, der Grafschaft Bentheim, Hamburg, Tagmersheim in Bayern und den Niederlanden. Insgesamt sind nun 14 Pferde eingeschläfert worden. Weitere Untersuchungen laufen noch.

Das Schlimme: Infizierte Pferde müssen auf jeden Fall getötet werden. So will es das Gesetz, selbst wenn die Pferde äußerlich kerngesund sind. Die Maßnahme ist aus Seuchenschutzgründen notwendig, weil Virus-positive Pferde die Krankheit übertragen können, unabhängig davon, ob sie selbst klinische Symptome haben. Wie man hört, gibt es in Italien Ställe, die betroffene Pferde gemeinsam betreuen und die so einsam liegen, dass andere Pferde sich nicht anstecken können. Hierzulande gibt es so etwas nicht.

Einen nicht mehr ganz aktuellen, aber sehr guten Artikel, der über die Hintergründe der Krankheit, ihre Auswirkungen und die Ansteckungsmöglichkeiten informiert, hat das Friedrich-Löffler-Institut auf seiner Homepage. Hier finden Sie den Beitrag. Das Friedrich-Löffler-Institut ist das für alle Proben zuständige Labor. Wenn von hier der Bescheid kommt, dass eine Blutprobe positiv war, muss das Pferd eingeschläfert werden.

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