Ingmar de Vos einziger Kandidat für die FEI-Präsidentschaftswahl

Ingmar De Vos

Ingmar De Vos (FEI-Präsident) (© FEI)

2018 ist das Jahr der Wahlen beim Weltreiterverband FEI. Unter anderem steht im November im Rahmen der Generalversammlung die Wahl des Präsidenten auf dem Plan. Der Ausgang ist recht vorhersehbar.

Vor vier Jahren hatte Ingmar de Vos die Nachfolge von Prinzessin Haya von Jordanien an der Spitze der Fédération Equestre Internationale angetreten. Um seine Nachfolge muss man sich offenbar noch keine Gedanken machen. Er ist nämlich der einzige Kandidat für die Wahl am 20. November in Manama, Bahrain.

„Ich fühle mich geehrt, die Möglichkeit zu haben, zur Wiederwahl anzutreten“, kommentierte Ingmar de Vos. Er fuhr fort: „Obwohl es mich überrascht, dass es keine Gegner geben wird, nehme ich das als Anerkennung für die wichtige Arbeit, die von der FEI in den vergangenen vier Jahren geleistet wurde.“

Es ist übrigens das erste Mal seit 2002, dass es keinen Gegenkandidaten für den Posten des Präsidenten gibt. Der Kopf der FEI kann bis zu dreimal wiedergewählt werden, so dass er maximal zwölf Jahre im Amt ist.

Athletenvertreter gesucht

Nicht nur der Präsident wird neu gewählt. Auch auf der anderen Seite des Tisches wird es neue Gesichter geben. In allen acht unter dem Dach der FEI zusammengefassten Pferdesportdisziplinen (neben Dressur, Springen und Vielseitigkeit auch Fahren, Voltigieren, Para-Dressur, Distanzreiten und Reining) werden neue Athletenvertreter gesucht. Insgesamt gibt es 52 Kandidaten aus 26 Ländern.

Die Positionen der sportspezifischen Athletenvertreter geht auf eine Initiative der heutigen Generalsekretärin Sabrina Ibánez zurück. Sie erklärte: „Wir haben eine Rekordzahl an Athleten, die dabei helfen wollen, die zukünftige Richtung des Pferdesports mit zu gestalten. Darunter sind Olympia- und Paralympics-Medaillengewinner sowie aktuelle Weltmeister.“

Der Pferdesport sei einzigartig, weil die Karrieren seiner Protagonisten so lang sind. Viele davon wollten dem Sport etwas zurück geben und die Zukunft für die nächste Generation mitgestalten.

Was die Anzahl von 52 Kandidaten angeht, die sich freiwillig gemeldet haben, sagte sie: „Dies sind ehrenamtliche Positionen für unsere Athleten, die diesen Sport ohnehin schon jede Sekunde leben. Von daher wissen wir es sehr zu schätzen, dass wir eine so starke Botschaft wie diese in die Welt tragen können.“

Aus Deutschland kandidiert Peter Thomsen in der Vielseitigkeit, Mareike Harm bei den Fahrern, Kristina Boe und Daniel Kaiser bei den Voltigierern sowie Dr. Angelika Trabert bei den Para-Dressurreitern. Alle Kandidaten finden Sie hier. 

Wahlberechtigt

Die Wahlen der Sportlervertreter können online ab dem 29. Juli abgegeben werden. Stimmberechtigt sind Reiter ab 18 Jahren, die an einer der letzten beiden FEI-Weltreiterspiele, Olympischen Spiele oder Paralympics teilgenommen haben. Sie können aber nur für die Kandidaten ihres eigenen Sports stimmen. Die Wahlperiode endet am 23. September.

Die Kandidaten müssen eine weiße Weste haben, was Doping und verbotene Medikation angeht. Das gilt allerdings nur rückwirkend bis zum April 2010 als das neue Anti-Doping System in Kraft trat.

Die neuen Repräsentanten werden am 24. September bekannt gegeben. Die Aktivenvertreter, die zugleich Mitglied ihres disziplinspezifischen Technischen Komitees sind, stellen gleichzeitig das Sportlerkomitee. Der Vorsitzende, der vom Präsident benannt wird, hat einen Sitz in der Führungsetage der FEI.

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