Köln: Gewichtsobergrenze für Reiter im Rosenmontagszug

bildschirmfoto-2017-02-27-um-19-23-54

Beim Kölner Karneval gibt es dieses Jahr ein Maximalgewicht für Reiter. Es liegt inklusive Ausrüstung bei maximal 20 Prozent des Gewichts des Pferdes.

Die meisten Pferde, die im Rosenmontagszug in Köln mitgehen, sind große Warmblüter, wiegen also zwischen 550 und 600 Kilogramm. Das bedeutet, der Reiter ohne Ausrüstung darf maximal rund 90 Kilogramm wiegen.

Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt hatte bereits angekündigt, mobile Waagen aufzustellen, um Kutschen zu wiegen. Das Gewicht der Pferde sei bekannt, berichtet Konrad Peschen, der Leiter des Kölner Umwelt- und Verbraucherschutzamts. Die Amtstierärzte vor Ort könnten außerdem erkennen, wenn ein Reiter zu schwer für sein Pferd ist.

Laut Kölner Stadtanzeiger ist die Maßnahme eine Reaktion auf die Pläne des NRW-Umweltministeriums, das eine Verschärfung der Tierschutzregelungen fordere.

Rund 300 Reiter werden dieses Jahr beim Rosenmontagszug erwartet. Die Regel sei schon länger bekannt, sagt Michael Kramp, Vorstandsmitglied des Festkomitees. Er selbst geht nicht davon aus, dass es dazu kommt, dass Reiter aus dem Zug genommen werden. Die Reiter und Pferde arbeiteten schon seit Monaten zusammen.

Im Kölner Rosenmontagszug war es 2018 zu einem Zwischenfall gekommen, als Pferde vor einer Kutsche durchgingen und mehrere Menschen verletzt wurden. Tierschützer fordern immer wieder ein generelles Verbot von Pferden im Rosenmontagszug.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.

  1. Carmen Fischer

    550-600 kg für ein großes Warmblut?
    Reden wir hier von Vollblütern oder kleinen Warmblütern?
    Also ein 173cm normal schweres, erwachsenes Warmblut hat eher 650-700kg und ein großes Kaltblut hat auchmal schnell 850 oder mehr.
    Die Kaltblüter die in Rosenheimer Herbstfest die Bierfässer durch die Gegend fahren haben eher um die Tonne Lebendgewicht
    Deshalb hat man ja auch die Wurmkuren und das Transportgewicht in Pferdehängern angepasst.
    Tierschutz ist ne feine Sache, aber die Probleme liegen im Moment wo anders, Stichwort Kükenschreddern, Massentierhaltung bei Schlachttieren, oder Lebendtransporte von Schlachttieren um bessere Preise zu bekommen.
    Wenn NRW besseren Tierschutz will, sollte man endlich die religiösen Sonderregeln zum betäubungslosen Schlachten abschaffen, bzw den Handel mit so geschlachtetem Fleisch verbieten, oder mittels Tierschutzabgabe drastisch verteuern.


Schreibe einen neuen Kommentar