Kyra Kyrklund als erste Pferdesportlerin in Finnlands Hall of Fame des Sports

Am kommenden Donnerstag hat die finnische Dressurreiterin und Ausbilderin Kyra Kyrklund einen wichtigen Termin. Sie wird in die finnische Hall of Fame des Sports aufgenommen.

„Finnland ist sportverrückt“, betont Kyra Kyrklund. Umso größer die Ehre, als erste Pferdesportlerin des Landes in die Hall of Fame des Sports aufgenommen zu werden. Die Zeremonie findet kommenden Donnerstag, 12. Januar, statt und wird im Fernsehen übertragen. „Das ist wichtig für den Pferdesport des Landes, und ich bin natürlich froh über diese Ehrung“, sagte Kyrklund gegenüber St.GEORG. „Aber das ist natürlich nicht nur für mich, sondern für alle Menschen, die mir auf dem Weg geholfen haben.“

Kyra Kyrklund (71) war zu ihrer aktiven Zeit eine der besten Dressurreiterinnen der Welt, die unter anderem von Herbert Rehbein gelernt hat. Ihr großes Erfolgspferd war der Hengst Matador. Er trug sie 1990 zur Silbermedaille bei den Weltreiterspielen in Stockholm und machte sie 1991 zur Siegerin im Weltcup-Finale von Paris. Außerdem waren die beiden Fünfte bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul.

Neben Matador brachte Kyrklund noch einige weitere Pferde in den großen Sport – etwa den russischen Trakehner Hengst Edinburg, mit dem sie unter anderem Vierte bei den Weltreiterspielen in den Haag 1994 und bei der EM in Lipiza 1993 wurde sowie Dritte beim Weltcup-Finale 1994 in Göteborg. Dann waren da Flyinge Amiral, der sie bei den Weltreiterspielen 1998 in Rom sowie bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta begleitete, und zuletzt Max, mit dem sie an den Weltreiterspielen 2006 in Aachen, den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong, den Europameisterschaften 2007 in Turin und 2009 in Windsor sowie an zwei Weltcup-Finals teilnahm.

Zusammen mit Max, der übrigens ein Sohn von Kyrklunds ebenfalls international erfolgreichem Master war, hat sich Kyra Kyrklund aus dem Sport verabschiedet, ritt zunächst noch zuhause in England junge Pferde und schon auch nochmal das eine oder andere Turnier, doch ihre Prioritäten hatten sich verschoben.

Schon zu ihrer aktiven Zeit hat Kyra Kyrklund viel Unterricht gegeben. Das tut sie bis heute, und das hoch erfolgreich. Zu ihren bekanntesten Schülern zählt aktuell Cathrine Dufour. Kyra Kyrklund war diejenige, die den Schlüssel fand, Cassidy die Piaffe zu erklären. Aber sie hat auch Nathalie zu Sayn-Wittgenstein trainiert, Emma Hindle, Jan Brink und viele andere.

Außerdem ist Kyrklund Nationaltrainerin der portugiesischen Dressurreiter und gibt regelmäßig Unterricht an verschiedenen Stationen in Schweden. Sie ist Professorin an der Agrarwissenschaftlichen Universität in Uppsala, arbeitet in Strömsholm und Flyinge und gibt dort theoretischen und praktischen Unterricht.