Landkreis Oberhavel: Tödlicher Tierquäler-Angriff auf zwei Pferde

Symbolfoto Weide

Symbolfoto Weide (© www.toffi-images.de)

In Menz im Landkreis Oberhavel wurden in den vergangenen Wochen wiederholt Pferde eines Hofes angegriffen. Eines starb, einem Fohlen musste ein Auge entfernt werden.

Insgesamt standen vier Pferde in dem Offenstall. Sie gehören Christin Körnicke (34), die zum ersten Mal am 22. Oktober erfahren hat, wie brutal Menschen sein können. Als sie zum am Morgen zum Stall kam, lag der Wallach am Boden und blutete am Kopf. Der Tierarzt diagnostizierte einen eingeschlagenen Schädel und einen Gehirnschaden. Romero konnte nicht mehr aufstehen und musste eingeschläfert werden.

Am 17. November kehrte der Täter zurück. Christin Körnicke vermutet, dass er sich in der Nacht zwischen zwei und vier Uhr zu den Pferden geschlichen haben muss. Dann seien im Dorf die Laternen ausgeschaltet. Diesmal war es der Jährling Golden Diamond, auf den der Täter es abgesehen hatte. Christin Körnicke gegenüber der B.Z.: „Der Täter hat ihm mit einer Stahlstange das Auge ausgeschlagen. Außerdem hat Diamond einen Schädelbruch.“

Das Fohlen kam in die Klinik, das Auge musste operativ entfernt werden. Die ortsansässige Ärztin hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um der alleinerziehenden Mutter unter die Arme zu greifen. Christin Körnicke ist überzeugt, dass es dem Täter nicht um die Pferde geht. Sie selbst sei das Ziel der Attacken. Schließlich gebe es auf den abgelegenen Koppeln rund um den Ort viele Pferde. Sie aber halte ihre Tiere mitten im Dorf, direkt gegenüber der Kirche.

Die Polizei ermittelt. Die zwei Pferde, die noch auf dem Hof stehen, schützt Christin Körnicke nun mithilfe eines Bewegungsmelders und Überwachungskameras.

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  1. Andreas Apsel

    Eine hundsgemeine, feige Tat gegenüber wehrlosen Tieren!
    Wer weiß, wem da wieder einmal etwas nicht paßt.
    Hoffentlich kann die Polizei den / oder die Täter ermitteln.


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