Ludger Beerbaum über seine Pläne in der Partnerschaft mit Helgstrand

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Ludger Beerbaum (© LB Stables)

Gestern wurde es offiziell: Ludger Beerbaum hat mit Dressurpferdehändler Andreas Helgstrand aus Dänemark die Global Equestrian Group gegründet. Nun äußert er sich dazu, was ihn zu diesem Schritt bewogen hat.

Unter dem Dach der Global Equestrian Group sind nun beide Unternehmen angesiedelt, Helgstrand Dressage und die Ludger Beerbaum Stables. Beide bleiben für ihre Bereiche verantwortlich. Unterstützt wird das ganze von von der Private Equity Investment-Gesellschaft Waterland.

Ludger Beerbaum sagt: „Für mich ist die Zusammenarbeit mit einem neuen strategischen Partner eine große Chance, ein neues Kapitel aufzuschlagen und meine Pläne mit starker Unterstützung voranzutreiben.“

Ich gebe mein Unternehmen ab, bleibe aber als Geschäftsführer an Bord.

Damit werde sein Lebenswerk geordnet und sicher weitergeführt. Der Unterschied zu vorher sei, dass er nun nicht mehr allein dafür verantwortlich ist. Aber: „Das Heft behalte ich weiterhin in der Hand.“

Die konkreten Pläne

Das Unternehmen, das der vierfache Olympiasieger Beerbaum aufgebaut hat, besteht aus den Ludger Beerbaum Stables, dem Pferdesportzentrum Riesenbeck International, dem Sport- und Handelsstall und der Hengststation. Sie alle gehen unter das Dach der Global Equestrian Group.

Wie Beerbaum erklärt, gehe es in der Unternehmensgruppe darum, Synergien mit allen Partnern zu nutzen und zugleich seine „Philosophie in neuer Form weiterzuführen“. Dazu der 57-Jährige weiter: „In der Hengststation werden wir weiterhin auf unsere international erfolgreichen Sportpartner als Vererber setzen. Mit diesem Prinzip habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Diese Strategie wollen wir in unserer Hengststation weiterverfolgen und damit den Züchtern Hengste anbieten, deren Entwicklung und Eigenleistung sie meist über viele Jahre im Springsport miterleben konnten.“

Paradebeispiel ist Goldfever, der nach Riesenerfolgen im Sport und seiner zweiten Karriere als Deckhengst nun mit seinen 30 Jahren seine Rente auf den Paddocks von Riesenbeck genießt.

Im Pferdesportzentrum Riesenbeck International sollen die Aktivitäten weiter ausgebaut werden. Das bedeutet, mehr Turniere und mehr Veranstaltungen, auf denen die Reiter ihre Pferde präsentieren können – ein Baustein für einen weiteren Bereich, den Beerbaum nun intensivieren möchte: den Pferdehandel.

Dabei seien sowohl Philipp Weishaupt als auch Christian Kukuk fest in die Planung eingebunden. „Sie sollen weiterhin Top-Sport betreiben und die Teilnahme an internationalen Championaten anstreben.“

Beerbaum ist sicher, dass in nicht allzu ferner Zukunft mehr Pferde im Training und in der Aufzucht sein werden und dass mehr Angestellte beschäftigt sein werden: „Der Wirtschaftsfaktor Pferd wird in der Region eine Aufwertung erfahren. Das geht vom Züchter über die Ausbildung der jungen Pferde das Gesundheitsmanagement und anderen Dienstleistungen bis hin zum geschulten Personal und neuen Arbeitsplätzen.“

Nächstes Großprojekt: EM

Durch die Partnerschaft könne er nun „auf Wachstum setzen“ und Projekte in Riesenbeck realisieren. Das erste steht bereits vor der Tür. Im Herbst richtet Riesenbeck International die Europameisterschaften der Springreiter aus. Dafür entstehen nun 300 feste Stallungen, neue Außenplätze und weitere bauliche Veränderungen, für die der Startschuss im Frühjahr fällt.

Erfreulich dabei auch: Der Flusslauf, der an das Gelände grenzt, die Bevergerner Aa soll in diesem Zuge renaturiert werden.

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