McLain Wards Rothchild geht in Rente

Mclain Ward (USA) und Rothchild

Eine Kämpfernatur im Parcours: Rothchild gewann mit McLain Ward unzählige internationale Springen. (© FEI)

Die Liste seiner Erfolge ist lang: Rothchild, langjähriges Erfolgspferd von US-Amerikaner McLain Ward, soll Ende September beim American Gold Cup aus dem Sport verabschiedet werden. Der belgisch gezogene Fuchs ist inzwischen 17 Jahre alt und hat für seinen Reiter mehr als eine Million Euro Preisgelder im Parcours ersprungen.

Rothchild v. Artos Z-Elegant de L’ille kam am 09.04.2001 bei seinem Züchter Bernard Pagnieau in Belgien zur Welt. Der kleine Fuchs mit dem Spitznamen „Bongo“ schien zunächst alles andere, als ein potenzielles Championatspferd, wie sein Reiter McLain Ward 2014 in einem Interview mit The Chronicle of the Horse zugab. Sein Vater, der Pferdehändler Barney Ward, sei es gewesen, der an Rothchild geglaubt und ihn trotzdem gekauft habe. Und tatsächlich: Unter McLain Ward entwickelte er sich zu einem wahren Kämpfer im Parcours, sammelte im Laufe seiner Karriere unzählige Siege und Platzierungen in internationalen Springen. Auf CSIO5*-Niveau waren die beiden zuletzt beim CHIO Aachen 2017 unterwegs.

„Ich glaube, Rothchild hat mir sehr viel beigebracht. Zum Beispiel, dass Pferd und Reiter sich manchmal auf halber Strecke treffen müsse. Oder was es bedeutet, wirklich an ein Pferd zu glauben und das beste in ihm zu sehen. Ich mag dieses Pferd wirklich, auch unabhänging von seinen sportlichen Erfolgen. Wäre er ein Mensch, würde ich ein Bier mit ihm trinken“, sagte McLain Ward nach den Weltreiterspielen 2014 in Caen (FRA). Dort landete das Paar im Einzel auf Rang fünf, mit der Mannschaft wurde es sogar die Bronzemedaille. Im gleichen Jahr waren die beiden beim Weltcup-Finale dabei, landeten dort ebenfalls unter den besten Zehn. Zu den größten Erfolgen des Duos zählt sicher auch Gold im Einzel bei den kontinentalen Meisterschaften, den Panamerikanischen Spielen 2015 in Toronto (CAN). Auch hier gab es Bronze mit dem Team. Rothschild soll nun seinen Lebensabend auf der Koppel genießen dürfen.

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