Nach Medikationsfall Krajewski: FN-Arbeitsgruppe Stallsicherheit

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Julia Krajewski mit Samourai du Thot beim Vet-Check der EM in Strzegom. (© Pauline von Hardenberg)

Bis heute ist ungeklärt, wie es bei den Europameisterschaften der Vielseitigkeitsreiter 2017 in Strzegom zu der verbotenen Medikation von Julia Krajewskis Samourai du Thot hatte kommen können. Die positive Dopingprobe hatte die Mannschaft die Silbermedaille gekostet. Krajewski berichtet von den Konsequenzen, die die Angelegenheit hat.

Die Nachricht, dass Samourai du Thot in Strzegom positiv getestet worden war, war ein Schock für die Szene. Viel wurde spekuliert, wie das Mittel „Equioxx“, ein Schmerzmittel und Entzündungshemmer, in den Organimus von Julia Krajewskis Pferd gelangt sein könnte. Ohne Ergebnis. Die Reiterin erkannte die Strafe des Weltreiterverbandes FEI an, beteuerte aber ihre Unschuld. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hat sie bis zum 30. Juni aus dem Olympiakader ausgeschlossen.

Gegenüber der Rheinischen Post erklärte Krajewski: „Ich persönlich empfinde die Strafe in meinem Fall natürlich als ungerecht. Aber dass unsere Regeln den Reiter als verantwortliche Person ausweisen, hat ja schon seine Richtigkeit. Wenn ich als Reiter alle Schuld von mir weisen könnte, wäre das keine gute Lösung, denn das käme den schwarzen Schafen ja entgegen.“

Konsequenzen aus den Ereignissen

Sie sagt auch, sie habe ihre Lehren aus der Sache gezogen: Auf Turniere nimmt sie Kameras mit, die die Boxen überwachen. Auch daheim wurden welche installiert. Und nicht nur Krajewski scheint überwachungstechnisch aufzurüsten. Sie berichtete, auch bei der FN mache man sich diesbezüglich nach dem Vorgang intensiv Gedanken, wie so etwas künftig verhindert werden könne. Wörtlich erklärte Julia Krajewski:

„Es gibt eine Arbeitsgruppe im Verband, in der genau dieses Thema intensiv bearbeitet wird. Es geht darum, uns Reiter zu sensibilisieren.“ In Strzegom sei es so gewesen, dass zwar der Haupteingang des Stalls von einem Steward überwacht worden sei. Aber man hätte auch problemlos von der anderen Seite in Stall gelangen können. “ Ich bin bis heute nicht zu dem Schluss gekommen, es war jemand. Ich bin aber auch nicht der Meinung, dass es keiner war. Das ist einfach eine der Möglichkeiten, wie es passiert sein kann. Aber ich habe natürlich keine Beweise.“ Mit einer Kamera hätte sie die gehabt.

 

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  1. Müller

    Ob es für diese Angelegenheit dienlich ist, immer wieder „aufzuwärmen“ ist fraglich.

    Schön wäre es zu erfahren, welche Art von Kameras sich für die Stallüberwachung in mobilen Stallzeiten eignen, um eine 24 Stunden Aufzeichnung zu gewährleisten.

    Vielleicht gibt Julia Krajewski hier einmal einen Hinweis damit es anderen nicht auch so geht wie ihr.


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