Nach Tod eines Sportpferdes: Tierarzt muss 250.000 Euro an Evelyn Haim-Swarovski zahlen

Featurebild Justiz und Pferd, Gericht, Recht, Urteil

Symbolbild (© www.st-georg.de)

2010 hatte sich Evelyn Haim-Swarovskis Olympiahoffnung Donna Asana einen Husten eingefangen. Als Therapie spritzte der Tierarzt ein homöopathisches Mittel. Das Pferd erlitt in der Folge einen anaphylaktischen Schock und starb daran.

Nun muss der Tierarzt 250.000 Euro an die Halterin des Pferdes zahlen. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) in München am 9. Januar 2020 entschieden. Bestätigt wurde damit das Urteil des Landgerichts München II. Im ersten Verfahren hatte die Klägerin, die Tiroler Unternehmerin und Dressurreiterin Evelyn Haim-Swarovski, 1,75 Millionen Euro gefordert. Bei der Summe handele es sich einem Bericht des BR zufolge um den Kaufpreis des Pferdes.

Das Oberlandesgericht minderte die von der Halterin geforderte Zahlung demnach deutlich ab. Grund dafür sei, dass der Wert des Tieres zum Todeszeitpunkt bereits deutlich geringer war. Das Urteil des Landgerichts hatte der angeklagte Tierarzt angefochten. Das Oberlandesgericht München ließ die Revision des Tierarztes gegen die Entscheidung nun jedoch nicht zu.

„Seine Verurteilung, die von uns bestätigt worden ist, beruht nicht darauf, dass er was falsch gemacht hat in der Behandlung des Pferdes“, wird der Vorsitzende Richter Thomas Steiner im Nachrichtenportal Nordbayern.de zitiert. Die Behandlung sei im Großen und Ganzen „schon okay“ gewesen, heißt es weiter.

Allerdings habe es der Tierarzt aus Oberbayern versäumt, die Tierhalterin aus Österreich über die Risiken und möglichen Gefahren der Behandlung bis hin zum Todesrisiko aufzuklären.

Bei dem Pferd handelt es sich um das Dressurpferd Donna Asana, eine dänische Don Schufro-Tochter, die von Lone Jörgensen in den Sport gebracht worden war. Das Paar war mehrfach Grand Prix-siegerich gewesen. Evelyn Haim-Swarovski erwarb die Stute in der Hoffnung, sich mit ihr für Olympia zu qualifizieren. 2010 ritt sie sie bei drei Turnieren international Grand Prix. Das beste Ergebnis waren 65,650 Prozent in der Kür beim CDI3* in La Mandria. Es war das letzte Turnier. Donna Asana wurde zehn Jahre alt.

Quelle: Nordbayern.de 

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