Nick Skelton für Laureus Sports Award nominiert

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Inniger Dank an Superstar Big Star nach dem größten Erfolg in Nick Skeltons langer erfolgreicher Karriere als Springreiter, dem Olympiasieg in Rio 2016. (© Pauline von Hardenberg)

Die Laureus Awards sind so etwas wie der Oscar der Sportler. Neben den üblichen Populär-Sportarten wie Fußball oder Formel 1 ist diesmal auch ein Pferdesportler vertreten: Olympiasieger Nick Skelton.

Skelton, der am 30. Dezember seinen 59. Geburtstag feierte, ist für den Laureus World Comeback of the Year Award vorgeschlagen. Den hätte der Brite sich mehr als verdient. Nicht nur er, sondern auch sein Pferd Big Star sind echte Stehaufmännchen. Nach einem Genickbruch durch einen Reitunfall im Jahr 2001 war eigentlich klar, dass Skelton nie wieder würde reiten können. Doch es kam anders. Gegen jede Wahrscheinlichkeit und vor allem gegen den Rat und die Prognose seiner behandelnden Ärzte stieg Skelton nach einem guten Jahr wieder in den Sattel und ritt wieder in der Weltspitze.

Wunderkind, Pflegefall, Olympiasieger

Big Star war ein vierbeiniges Wunderkind. Der KWPN-Hengst war neun als er die britische Mannschaft 2012 zu Olympiagold in London führte. Aus dem ersehnten Einzelgold wurde damals jedoch noch nichts. Ein Jahr später, Big Star hatte gerade den Großen Preis von Aachen gewonnen, verletzte der Quick Star-Sohn sich jedoch so unglücklich an der Sehne, dass mehrere Comeback-Versuche scheiterten. Bis 2016 war er zwar von Zeit zu Zeit auf Turnieren zu sehen gewesen, verschwand aber auch wieder genauso schnell von der Bildfläche. Erst später im Olympiajahr präsentierte er sich konstant und in gewohnter Form. Die Goldmedaille im olympischen Einzelspringen von Rio hat nicht nur seinen Reiter Nick Skelton zu Tränen gerührt, sondern praktisch die gesamte Pferdewelt.

Harte Konkurrenz

Im Rennen um den Laureus World Comeback of the Year Award hat Nick Skelton allerdings große Konkurrenz. Unter anderem ist auch der US-Schwimmer Michael Phelps nominiert, der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten. Außerdem: die spanische Hochspringerin Ruth Beitia, der argentinische Davis-Cup-Sieger Juan Martín del Potro, die Triathletin Fabienne St. Louis von Mauritius sowie der norwegische Skirennfahrer Aksel Lund Svindal.

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