Nick Skelton: „Wenn er aufhört, gehe ich auch in Rente!“

Dickes Lob für den Big Star des CHIO Aachen 2013

Big Star und Nick Skelton nach dem Sieg im Großen Preis von Aachen 2013. (© Julia Rau)

Die Mitarbeiter der US-amerikanischen Website „Chronicle of the Horse“ haben Olympiasieger Big Star zuhause besucht und mit seinem Reiter Nick Skelton und seinem langjährigen Pfleger Mark Beever gesprochen.

Dass Big Star ein ganz besonderes Pferd ist, daran kann kein Zweifel bestehen. Er und sein Reiter sind die Stehaufmännchen der Springreiterszene und Big Star hat Nick Skelton einen Lebenstraum erfüllt: 2016 wurde er Einzelolympiasieger der Springreiter.

Skelton sagt:

Es wird nie wieder ein Pferd wie Big Star geben. Wenn er bereit ist, in Rente zu gehen, werde ich es auch sein.

Aber der Mann, der die meiste Zeit mit dem Pferd verbringt, das seinen Namen verdient, wie kein zweites, ist sein Pfleger und bester Kumpel Mark Beever. Im Stall heißt Big Star „Henry“. Und wenn Beever den Stall auf der Anlage von Nick Skelton in Warwickshire betritt, sagt er „Morning, Henry!“ und Henry antwortet mit einem freundlichen Wiehern. Aber nicht nur Mark Beever, auch Nick Skelton hat zu Big Star ein sehr inniges Verhältnis, das über die sportliche Partnerschaft der beiden hinausgeht, wie Mark Beever versichert: „Nick liebt dieses Pferd total. Wenn er in den Stall kommt, geht er als erstes bevor er irgendetwas anderes macht, zu Big Star, streichelt ihn und redet mit ihm.“

Tägliches Spa-Programm

Big Star ist zwar kein Fan von Wasserlachen auf dem Boden – die sind ja schließlich auch zum Springen da –, aber er liebt den Aquatrainer. Nick Skeltons Sohn Dan trainiert Rennpferde und hat seine Anlage direkt neben der seines Vaters. Dort geht Big Star täglich für mindestens eine Stunde pro Tag in den Whirlpool und außerdem auf eine Vibrationsplattform. Beides soll die Durchblutung in den Beinen anregen. Da Big Star lange verletzt war, ehe er in Rio ein fulminantes Comeback feierte, wird alles getan, um ihn gesund zu erhalten.

Big Star Super Star

So geht Big Star auch regelmäßig mit seinem besten Freund Mark ins Gelände. Der arbeitet schon seit 30 Jahren für Nick Skelton und hat in dieser Zeit diverse Spitzenpferde betreut wie beispielsweise auch Dollar Girl und Arko III. Um Big Star kümmert er sich, seit der Hengst fünfjährig in den Stall von Skelton kam. Wenn Big Star nicht von Nick Skelton dressurmäßig oder über Hindernisse gearbeitet wird, reitet Mark ihn auf den Straßen von Warwickshire spazieren. Oder er geht mit ihm auf die Trainingsbahn der Rennpferde. Big Star alias Henry ist insgesamt so ausgeglichen und tiefenentspannt, dass Mark Beever sicher ist, er könnte ihn auch auf einer Autobahn spazieren reiten. Und für Nick Skelton ist er aus demselben Grund quasi das Büro. Geschäftliche Telefonate werden beim Schritt reiten von Big Stars Rücken aus erledigt.

Hobbies? Springen!

Big Stars „alles easy“-Attitüde hält genau so lange an, bis es ans Springen geht. Dann wacht er auf. Er liebt Springen. So sehr, dass er wiehert, ehe er an der Reihe ist und in den Parcours darf. Das ist eine bekannte Geschichte. Seit er zu Nick Skelton kam, drückt er auf diese Art und Weise seine Vorfreude auf das, was da kommt, aus.

In Rio hatte Skelton übrigens denselben Sattel, den er auch bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul für Apollo hatte. „Ich wage es kaum, ihn sauber zu machen aus Angst, dass er auseinander fällt.“

Quelle: www.chronofhorse.com

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