Nicola Philippaerts Chilli Willi lebt nicht mehr

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Nicola Philippaerts und Chilli Willi bei den Weltreiterspielen in Tryon (© Pauline von Hardenberg)

Schlimme Nachrichten aus Wellington! Chilli Willi, das beste Pferd des Belgiers Nicola Philippaerts musste nach einem Unfall eingeschläfert werden.

Das Unglück ereignete sich gestern, am 26. März. Wie die Familie Philippaerts auf ihrer Homepage berichtet, war Chilli Willi nach dem letzten Sprung des Fünf-Sterne-Springens gestolpert und brach sich dabei das linke Vorderbein. Nach der Untersuchung durch den Tierarzt war klar: Der Bruch war zu kompliziert, als dass man den Hengst hätte retten können. „Ludo und Nicola mussten die wirklich schwierige Entscheidung treffen, ihn einschläfern zu lassen.“

Chilli Willi war ein 13j-jähriger Holsteiner Hengst, einer der erfolgreichsten internationalen Springer von Holsteins Aushängeschild Casall. Seit 2015 war Chilli Willi bei Familie Philippaerts zuhause. Im selben Jahr stellte Nicola ihn bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde vor.

Seit 2017 ritt Philippaerts den Hengst auf Fünf-Sterne-Niveau. Chilli Willi startete direkt durch, wurde Dritter bei der Global Champions Tour in Miami, war doppelnull im Nationenpreis von Sopot und machte seinen Reiter zum Belgischen Meister.

Im Jahr darauf siegten Philippaerts und Chilli Willi in Chantilly und wurden zu einer sicheren Bank der belgischen Nationenpreisteams, unter anderem bei den Weltreiterspielen in Tryon, wo sie allerdings medaillenlos blieben. Aber ansonsten: Die beiden holten eine Schleife nach der nächsten. Dieses Saison hätte der Höhepunkt für Chilli Willis Karriere werden sollen mit den Olympischen Spielen in Tokio vor Augen.

Chilli Willi war aber nicht nur ein großartiger Sportler, wie die Philippaerts sagen: Er war ihr „Maskottchen“ – immer motiviert, fröhlich und liebenswert. Ein herber Verlust!