Nur die Harten usw. – Shane Breen in Saint Tropez mit gebrochenem Wadenbein platziert

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Shane Breen, hier auf Ipswich van de Wolfsakker, seinem besten Pferd. (© www.toffi-images.de)

Da rede nochmal einer vom „Männerschnupfen“! Irlands Shane Breen hat in Saint Tropez jedenfalls bewiesen, dass er aus sehr hartem Holz geschnitzt ist.

Gestern wurde Shane Breen 45 Jahre alt. Seinen Geburtstag konnte er ausnahmsweise auf dem Sofa verbringen, denn derzeit ist der irische Springreiter, der beim Derby mit seinen stilistisch makellosen Runden begeisterte, außer Gefecht gesetzt. Der Grund: ein gebrochenes Wadenbein.

Das hatte er sich auf dem Abreiteplatz des Global Champions Tour-Turnieres in Saint Tropez zugezogen. Er bereitete sich mit der zehnjährigen KWPN-Stute Evita, die er noch nicht lange im Stall hat, auf ein 1,45 Meter-Zwei-Phasen-Springen vor. Die Stute erschrak, als ein entgegenkommendes Pferd auf ihrer Höhe mit dem Schweif schlug, machte einen kleinen Satz zur Seite und Shane Breen prallte mit seinem Bein gegen die Hüfte eines anderen Pferdes.

Breen spürte einen Schmerz, ließ es sich aber nicht nehmen, das Springen noch zu reiten. Aber: „Es tat richtig weh, wenn wir nach den Hindernissen landeten und es wurde nicht besser. Aber ich dachte, ,Los, stell Dich nicht so an!‘ Also bin ich in den Parcours geritten und gesprungen.“ Schmerz hin oder her, Breen und Evita beendeten das Springen auf Rang fünf.

Aber als er abgestiegen war, ging er doch mal zu den Ärzten vor Ort. Die fackelten nicht lange und überwiesen den Iren ins Krankenhaus, wo Röntgenbilder das Ausmaß der Misere zeigten: ein gebrochenes Wadenbein, allerdings ein glatter Bruch, der von allein zusammenheilen wird.

Dafür sollte er das Bein normalerweise mindestens drei bis vier Wochen nicht belasten, aber Shane Breen hat andere Pläne. Wie er Horse & Hound verriet, will er das Global Champions Tour-Finale vom 27. bis 29. September in New York unbedingt mitreiten. Allerdings schränkt er ein: „Wenn es zu riskant ist, werde ich es nicht machen. Ich reite nur, wenn es mir gut geht und keine Gefahr für mich, das Pferd oder irgendwen anders besteht.“ Und ihm ist klar: „Ich sage nicht, dass es nicht schmerzhaft sein wird.“

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