Olympiareiter Ludo Philippaerts ist zurück im Sattel

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Ludo Philippaerts und Challenge vd Begijnakker (© Toffi)

Eigentlich hatte er seine sportliche Karriere vor fünf Jahren an den Nagel gehängt, nun ist er doch wieder selbst im Parcours unterwegs: Ludo Philippaerts. Der Belgier möchte aber lieber (noch) nicht von einem Comeback sprechen.

Fast sechs Jahre, nachdem er seinen Rückzug aus dem Sport verkündet hatte, sitzt Ludo Philippaerts wieder auf dem Pferd. Der 57-Jährige zählte zu seinen aktiven Zeiten zu den bekanntesten Springreitern der Welt, vertrat Belgien bei vier Olympischen Spielen, drei Weltmeisterschaften und zehn Europameisterschaften. Der für ihn schönste Moment seiner Karriere sei die Silbermedaille bei den Europameisterschaften 2001 in Arnhem (Niederlande) gewesen, sagte er anlässlich seiner Verabschiedung. Auf dem legendären Darco gewann er zudem Mannschaftsgold bei den Europameisterschaften 1991.

Eigentlich hatte sich Ludo Philippaerts nun vorranging um den Pferdehandel und die Karriere seiner vier reitenden Söhne – Nicola, Olivier, Thibault und Anthony – kümmern wollen. Aber wie er nun in einer Pressemitteilung verlauten ließ, habe er nach einer entsprechenden Operation etwa 30 Kilogramm abgenommen und fühle sich besser denn je. Von einem Comeback wolle er aber nicht reden, auch wenn er dieses Wochenende erstmal wieder in Oliva (Spanien) an den Start gehen wird.

Weniger Kilos, mehr Spaß

Seit Oktober sitzt der Belgier wieder regelmäßig im Sattel. Und sagt selbst: „Ich habe einfach Spaß – und zwar so viel, dass ich mich wieder im Wettbewerb messen möchte. Nicht für den Top-Sport, sondern einfach für die Freude, die mir das bereitet. Hoffentlich noch für lange Zeit.“ Seine Söhne möchte Philippaerts zukünftig also nicht nur unterrichten, sondern auch in der Praxis coachen. „Mit netten Pferden an Turnieren teilnehmen, die Zeit genießen und gleichzeitig meine Söhne unterstützen, das ist mein Ziel.“

Der große Gewichtsverlust habe seine Entscheidung wieder aufs Pferd zu steigen beeinflusst. „Als ich meine Karriere beendet habe, hörte alles auf und ich nahm zu. Vor einem halben Jahr suchte ich mir dann Hilfe und bin seitdem eine andere Person geworden. Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe. Ich bin leichter, ich fühle mich besser und ich reite jeden Tag.“