Olympiasieger Dirk Hafemeister gestorben

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Dirk Hafemeister mit The Freak, den 1988 Ludger Beerbaum für Olympia zur Verfügung stellte. (© St.GEORG Archiv)

Der Springreiter Dirk Hafemeister ist mit 59 Jahren an Herzversagen gestorben.

Gestern, am 31. August 2017, ist Dirk Hafemeister mit 59 Jahren plötzlich und unerwartet an Herzversagen gestorben. Hafemeister gehörte 1988 mit der Holsteiner Stute Orchidee zur siegreichen Springreitermannschaft bei den Olympischen Spielen in Seoul. Ein weiterer großer Erfolg seiner Karriere im Sattel war der Mannschaftssieg bei den Weltreiterspielen 1994 in Den Haag. Damals ritt er allerdings den Pilot-Sohn PS Priamos, der später zu Ludger Beerbaum ging.

Nach dem Ende seiner eigenen sportlichen Karriere hatte Hafemeister sich erfolgreich der Trainertätigkeit gewidmet. Er lebte zuletzt in Hanau bei Frankfurt und hatte zwei Töchter. Für die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) kommentierte FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau: „Dirk war ein sehr fröhlicher Mensch mit einer positiven Lebenseinstellung. Er hatte immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Sein Tod macht uns sehr betroffen. Er verlässt uns viel zu früh.“

Hafemeister ist gebürtiger Berliner. Dort kam er 1958 als Sohn eines Bauunternehmers zur Welt. Sein reiterlicher Werdegang war eng an die Person Paul Schockemöhles geknüpft. Im Stall seines Freundes und Mentor hatte Hafemeister in den 1980er-Jahren seine Pferde untergebracht und war dort auf selbstständiger Basis tätig. Paul Schockemöhle: „Er war ein sehr freundlicher und anständiger Mensch, der immer für den Sport gelebt hat. Für mich war er nicht nur einer meiner erfolgreichsten Schüler, sondern auch ein sehr guter Freund. Sein Tod macht mich sehr traurig.“