Otto Becker feiert 60. Geburtstag

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Beim CHIO Aachen 2018 konnte er strahlen: Bundestrainer Otto Becker nach dem Sieg im Nationenpreis. (© Pauline von Hardenberg)

Otto Becker – ein Name, der untrennbar mit dem deutschen Springsport verknüpft ist. Heute feiert der Olympiasieger und aktuelle Bundestrainer seinen 60. Geburtstag. St.GEORG gratuliert ganz herzlich!

Am 3. Dezember 1958 kam Otto Becker in Großostheim zu Welt. Ursprünglich hat der gebürtige Franke den Beruf des Winzers erlernt und auf dem elterlichen Betrieb auch ausgeübt. Das Reiten – damals erst einmal nur Hobby – brachte ihm sein Vater bei. Anfang der 1980er Jahre gehörte Becker der Sportfördergruppe an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf an, trainerte dort bei Reitmeister Lutz Merkel. Vor fast 30 Jahren klingelte dann das Telefon: Paul Schockemöhle war auf der Suche nach einem Nachfolger für Ludger Beerbaum. Ein Anruf, der schicksalhaft sein sollte. Geplant waren drei Monate, die Becker als Bereiter aushelfen sollte – inzwischen sind 30 Jahre mit den Pferden daraus geworden.

Aktive Karriere

Toffi

Bildschön, ehrgeizig, einfach ein Sportler durch und durch: Otto Beckers Cento. Nun hat er mit stolzen 29 Jahren Abschied für immer genommen. (© Toffi)

Aus dem Winzer wurde einer der erfolgreichsten deutschen Springreiter der neunziger und 2000er Jahre. Allein dreimal ritt Becker bei Olympischen Spielen: 1992 war er auf Lucky Luke in Barcelona dabei. Zu den Höhepunkten seiner sportlichen Karriere zählt sicher die Mannschaftsgoldmedaille, die er 2000 mit dem leider kürzlich verstorbenen Cento in Sydney gewann. Im Sattel des Schimmels saß Becker auch vier Jahre später in Athen, als die deutsche Mannschaft eigentlich erneut Gold holte, aufgrund der Disqualifikation von Ludger Beerbaum allerdings mit Bronze Vorlieb nehmen musste. „Ein bitterer Moment meiner Karriere“, gab Becker gegenüber den Aachener Nachrichten zu.

Auch wenn ihm der ganz große Einzeltitel verwehrt bliebt, ist die Liste seiner Erfolge lang: Beim Weltcup-Finale 2002 in Leipzig hieß das „winning team“ ebenfalls Becker und Cento. Hinzu gesellten sich Team-Silber bei den Weltreiterspielen 1990, der Mannschaftstitel bei den Europameisterschaften 2003, unzählige Siege in Großen Preisen … Und nicht zuletzt war Becker bei den Deutschen Meisterschaften zwischen 1989 und 2005 quasi Dauergast auf dem Podium. Das letzte internationale Turnier bestritt er vor zehn Jahren, danach beendete er seine aktive Karriere im Sattel.

Becker als Bundestrainer

Pauline von Hardenberg

Bundestrainer Otto Becker bei der Nationenpreis-Parcoursbesichtigung beim CHIO Aachen 2017 – damals hat Deutschland gewonnen. (© Pauline von Hardenberg)

Bundestrainer hatte er eigentlich nie werden wollen, gibt der 60-Jährige zu. Als ihm das Amt 2009 angeboten wurde, sagte er dennoch nicht nein: „Sportlich hatte ich keine Rechnung mehr offen. Zudem ermöglichte mir das Amt, im Spitzensport zu bleiben, zu machen, was mir am Herzen liegt.“ Rückblickend seien die ersten anderthalb Jahr schwierig gewesen. Dann lief es: 2010 gewann Deutschland WM-Gold, ein Jahr später auch den EM-Titel. 2016 gewannen unsere Springreiter unter Beckers Ägide Bronze bei den Olympischen Spielen in Rio. In diesem Jahr kamen zuletzt der sensationelle Sieg im Nationenpreis von Aachen und Bronze bei den Weltreiterspielen in Tryon hinzu.

Und privat? Becker war in erster Ehe bis 1998 mit der Dressurreiterin Nicole Uphoff liiert, das Paar nahm unter anderem gemeinsam an den Olympischen Spielen 1992 teil. Inzwischen ist der Bundestrainer seit 18 Jahren mit Julia Wilcke verheiratet, Vater von drei Kindern und lebt in Sendenhorst in der Nähe von Warendorf. Bis 2020 nach den Olympischen Spielen in Tokio läuft sein Vertrag  als Bundestrainer momentan.

St.GEORG wünscht Otto Becker anlässlich seines runden Geburtstags auch weiterhin viel Erfolg, Gesundheit und Glück!

 

Quelle: https://www.aachener-nachrichten.de/

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