Pferdefleischskandel: Das Urteil ist gefallen

Symbolfoto Weide

(© www.toffi-images.de)

Wo Rind draufsteht, ist auch Rind drin? Nicht unbedingt! Vor sechs Jahren bewegte der Pferdefleischskandal weit über die deutschen Grenzen hinaus die Gemüter. Nun standen die Verantwortlichen vor Gericht.

Der Aufschrei war groß, als der Pferdefleischskandal Anfang 2013 für Schlagzeilen sorgte. Statt dem eigentlich auf der Verpackung angegebenen Rindfleisch, hatte man in einigen Fertigprodukten Pferdefleisch gefunden. Betroffen waren nicht nur deutsche Supermärkte, sondern auch andere Länder wie etwa Großbritannien und Schweden.

Insgesamt waren mehr als 500 Tonnen Fleisch falsch deklariert worden. Damals maßgeblich beteiligt an dem Skandal war die Fleischverarbeitungsfirma Spanghero, die ihren Sitz in Südwestfrankreich hat. Sie soll 2012 und 2013 wissentlich Pferdefleisch als Rind ausgegeben haben, unter anderem in Lasagne und Gulasch.

Hinter Gittern

Ein Pariser Gericht hat nun vier Verantwortliche zu einer Strafe verurteilt. So muss der niederländische Händler Johannes Fasen für zwei Jahre in Haft, weil er den Betrug organisert hatte. Darüber hinaus erhielt Jacques Poujol, ehemaliger Leiter von Spanghero, eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten. Die Anklage für beide Männer lautete Verbrauchertäuschung.

Zwei weitere Angeklagte wurden nur auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft ist mit dem Strafmaß nicht zufrieden: Ursprünglich hatte man vier Jahre Haft für Fasen sowei ein Jahr Gefängnis für Poujol gefordert.

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