Philip Rüpings Spitzenpferde Clinta und Messenger in die USA verkauft

Neumünster – VR Classics 2017

Philip Rüping und Clinta fliegen über das letzte Hindernis zum Sieg im Großen Preis der VR Classics Neumünster 2017. (© Stefan Lafrentz)

Philip Rüping, Bereiter im Stall von Paul Schockemöhle, war am Wochenende bei den VR Classics ohne sein Siegerpferd von 2017 angereist, die Stute Clinta. Der Grund: Die Stute hat den Stall gewechselt. Ebenso wie der Rüpings Hengst Messenger.

Beide Pferde wechselten zur Double H Farm des jüngst verstorbenen Hunter Harrison. Die neuen Reiter werden Harrisons Schwiegersohn Quentin Judge und Stallreiter McLain Ward sein. Messenger trägt bereits das Präfix „HH“, an dem alle Pferde der Double H Farm zu erkennen sind. Der elfjährige Hannoveraner Hengst v. Montender-Baloubet du Rouet wird nun von Quentin Judge geritten. Die ersten Turnierstarts hat das Paar bereits hinter sich. In Wellington waren sie an zwei Wochenenden im Einsatz. Am ersten Wochenende blieb Messenger fehlerfrei in einem 1,40 Meter-Springen, hatte über 1,50 Meter fünf Strafpunkte und im Großen Preis (1,60 Meter) wurden es zehn. Am zweiten Wochenende beendeten sie ein 1,45 Meter-Zwei-Phasen-Springen mit fünf Strafpunkten, gefolgt von neun und vier Fehlern in zwei weiteren 1,50 Meter-Springen.

Messenger – steile Karriere

Messenger war von Florian Meyer zu Hartum in den Sport gebracht worden, ebenfalls als Stallreiter bei Paul Schockemöhle beschäftigt. Unter anderem nahmen die beiden nach Seriensiegen in Springpferdeprüfungen am Bundeschampionat der fünfjährigen Springpferde teil. Im Jahr darauf waren sie nicht nur in Warendorf im Finale des Bundeschampionats unterwegs, sondern auch in Lanaken bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde. Ein halbes Jahr später folgten die ersten – zum Teil sehr erfolgreichen –Einsätze in der internationalen Youngster Tour und wieder der Start in Lanaken.

Mit der neuen Saison 2015 übernahm dann Philip Rüping die Zügel von Messenger. Anfang Mai waren die beiden unter anderem siegreich in Redefin. Kurzzeitig wurde der Hengst auch von Daisuke Fukushima vorgestellt, ehe Anfang 2017 wieder Philip Rüping in den Sattel stieg. Zu Pfingsten wurden die beiden Zweite im Großen Preis von Wiesbaden. Zuletzt siegten sie dann noch in einem Rahmen Springen beim Agravis-Cup in Oldenburg.

Messenger ist nicht das erste Pferd, das Quentin Judge aus Deutschland bekommt. Er hatte 2013 unter anderem auch Marcus Ehnings Copin van de Broy übernommen. Außerdem bekam er den Holsteiner Hengst Conrad de Hus unter den Sattel, kurz nachdem dieser von Gregory Wathelet zur EM-Silbermedaille in Aachen geritten worden war.

Clinta – von Philip Rüping gemacht

Die Oldenburger Stute Clinta – ebenfalls elfjährig, Vater Clinton, Muttervater Lord Pezi – gehörte zu den 44 Pferden, die Paul Schockemöhle kurz vor den Olympischen Spielen 2016 in Rio von Alexandr Onischenko übernahm. Die Schimmelstute hatte einige Reiter, unter anderem auch Henrik von Eckermann. Aber so richtig erfolgreich wurde sie erst mit Philip Rüping. Gleich bei ihrem zweiten Turnier, dem Turnier der Sieger in Münster, erreichten sie eine Top drei-Platzierung in einem der Hauptspringen. Und so ging es weiter. Einer der größten Erfolge des Paares war sicher der Sieg im Großen Preis von Neumünster 2017. Pferdebesitzer Paul Schockemöhle sagte damals: „Grundsätzlich bin ich froh, dass Philip aus der Stute so ein tolles Pferd gemacht hat.“ Was wohl so viel heißt wie, dass die Schimmelstute nicht allzu „benutzerfreundlich“ war. Schon damals habe er einige Angebote für sie gehabt. Aber es hat bis jetzt gedauert, dass er sich zum Verkauf entschlossen hat.

Nun wird Clinta vom „US-Reiter des Jahres“ weitergeritten, von McLain Ward. Clinta ist im Gegensatz zu Messenger offiziell noch nicht umgetragen. Der Verkauf wurde gestern in der NDR-Übertragung des Großen Preises von Neumünster durch Kommentator Carsten Sostmeier öffentlich gemacht.

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