Reportage: Wolfgang Amadeus Netz

Bildschirmfoto 2021-09-23 um 16.29.21

Raphael Netz mit einem Nachwuchspferd daheim in Aubenhausen. (© www.toffi-images.de)

So wie Wolfgang Amadeus Mozart mit vier seine ersten Etüden am Klavier übte, so machte der Deutsche Bank Reitsport-Akademist Raphael Netz mit vier Jahren seine ersten Sitzübungen an der Longe. Und ist inzwischen ein Virtuose im Sattel. Ein Auszug aus der St.GEORG-Reportage 10/2021.

Ein Sommertag in Aubenhausen, dem „Home of the Dressage Horse“ der Familie Werndl. Es herrscht friedliche Stille auf der Anlage. Ab und zu wird ein Pferd vorbeigeführt, Olympiasiegerin Dalera guckt aus ihrer Außenbox und lässt dösend die Unterlippe baumeln. Und ihre Chefin? Die ist mit Ferdinand BB, „Ferdl“, in Crozet auf dem Turnier. Benjamin Werndl ist ebenfalls nicht da. Er ist mit seiner Familie zur Hochzeit von Victoria und Denis Nielsen nach Österreich in die Berge gefahren. Aber Raphael Netz hält die Stellung. Seit fünf Jahren arbeitet der 22-Jährige in Aubenhausen. Inzwischen hat er seine eigene Stallgasse. Stolz präsentiert er „seine“ Pferde, unter anderem seine aktuell erfolgreichsten Vierbeiner, den KWPN-Hengst Elastico und den Hannoveraner Lacoste. Letzterer, „der Costi“, hat eine besonders große Box. „Er ist ja auch der King“, sagt Raphi.

Lieblingspferd? „Habe ich nicht! Sind alles Lieblingspferde!“, grinst er, aber das Augenzwinkern und die innige Begrüßung des bunten Fuchses lassen erahnen, dass hier einer schon irgendwie gleicher ist als die anderen. Lacoste war eines der ersten Pferde, die Raphael zu reiten bekam, als er 2016 bei den Werndls anheuerte. Ein schwieriges Pferd, eine Herausforderung, nicht nur beim Reiten. „Anfangs schreckte er schon zusammen, wenn man ihn nur schief anschaute“, erzählt Raphael und berichtet schmunzelnd: „Jonny (Hilberath, Anm. d. Red.) nannte ihn immer nur ,der Keiler‘, weil er beim Reiten gerne mal zeigte, wenn ihm etwas nicht passte. Aber inzwischen ist er der Championatskeiler.“ Liebevoll krault Raphael Costis Mähnenkamm. Sein Vertrauen zu gewinnen, sei „eine schwierige Angelegenheit“ gewesen. Gelungen ist es ihm unter anderem im Gelände.

Wie Raphael den Championatskeiler zu seinem Freund gemacht hat, mehr zu seiner Geschichte mit Haflinger Aki und wieso der Aubenhausener Bereiter keine Vorbilder im Reitsport hat, lesen Sie in der Reportage der St.GEORG-Ausgabe 10/2021.

Oktober-Ausgabe hier versandkostenfrei bestellen!

Auch interessant