Sandra Auffarth als „Sportlerin des Jahrzehnts im Landkreis Oldenburg“ nominiert

Sandra Auffarth-pvh-190901-ec-luhmuehlen-2019-0813

Sandra Auffarth und Viamant du Matz bei den Europameisterschaften 2019 in Luhmühlen. (© Pauline von Hardenberg)

Alljährlich kürt die „Nordwest Zeitung“ (NWZ) den Sportler des Jahres der Region. Da es 2020 ja aber so gut wie keine Sportveranstaltungen gab, werden nun die Sportler des Jahrzehnts gesucht. Mit in der Auswahl: Vielseitigkeitsreiterin Sandra Auffarth.

Die 34-jährige Sandra Auffarth gehört zu den besten ihrer Zunft bzw. wurde ja 2014 mit Doppelgold bei den Weltreiterspielen in Caen auch offiziell als Allerbeste ausgezeichnet.

Schon als Nachwuchsreiterin war sie eine feste Größe in den deutschen Kadern und holte bei den U21-Europameisterschaften 2006 und 2007 jeweils Bronze mit der Mannschaft.

So richtig durchgestartet ist sie dann mit dem Selle Français-Wallach Opgun Louvo, der heute seine Rente auf dem Hof der Familie Auffarth in Bergedorf genießt. Sechsjährig begann „Wolles“ Turnierkarriere mit Sandra Auffarth. Bereits ein Jahr später holten die beiden Bronze bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde in Le Lion d’Angers.

2011 gingen die beiden ihre erste Vier-Sterne-Prüfung in Luhmühlen und wurden Zweite. Das war die Generalprobe für das erste Championat des Paares, die Europameisterschaften, die ebenfalls in Luhmühlen stattfanden – ein klassisches Beispiel dafür, dass nicht jede Generalprobe schiefgehen muss, denn bei ihrer ersten EM gab es Silber in der Einzel- und Gold in der Mannschaftswertung für das Dreamteam.

So ging es weiter: Teamgold, Einzelbronze bei den Olympischen Spielen 2012. Doppelgold bei der EM in Caen, wieder Einzelsilber und Mannschaftsgold bei der EM 2015. Das letzte gemeinsame Championat des Paares waren die Olympischen Spiele 2016, wo sie noch einmal Silber mit der Equipe holten und Elfte in der Einzelwertung wurden.

Während Wolle mit seinen nun 19 Jahren die Rente auf der Weide der Auffarths genießt, hat Sandra Auffarth mit Viamant du Matz ein neues Championatspferd. Mit nur neun Jahren wurde der ebenfalls von Sandra Auffarth selbst ausgebildete Diamant de Semilly-Sohn für die Weltreiterspiele in Tryon 2018 nominiert und belegte bei der EM 2019 in Luhmühlen Rang elf. Seine Karriere hat eigentlich gerade erst so richtig begonnen. Dass die beiden zu den besten Vielseitigkeitspaaren des Landes gehören, demonstrierten sie unter anderem mit DM-Silber 2020 in Luhmühlen.

Verstärkung hat Viamant du Matz durch den Holsteiner Let’s Dance, der seine Karriere unter Marina Köhncke begann und seit nun zwei Jahren unter Auffarth geht, mit der er bei sechs internationalen Einsätzen fünfmal unter den besten fünf platziert war. Sie hätten bei der DM 2020 Bronze gewonnen, aber da ein Reiter nur mit einem Pferd aufs Treppchen springen kann, wurde es „nur“ Rang vier in der Gesamtwertung bei starker Konkurrenz.

Stilistin Auffarth

Sandra Auffarth ist aber längst nicht nur im Vielseitigkeitssattel zuhause. Vor allem auf den selbst gezogenen Pferden der Familie ist sie auch im Parcours hoch erfolgreich unterwegs. So war sie DIE Überraschung beim Hamburger Spring-Derby 2018, wo sie mit einer stilistischen Bilderbuchrunde auf La Vista Dritte wurde. Dass das kein Zufall war, demonstrierten die beiden 2019 mit einem weiteren dritten Rang.

Zudem sicherte sie sich 2018 den Sieg beim deutschen Berufsreiterchampionat der Springreiter auf Landlord und wurde 2019 Zweite.

Immer wieder bringt Sandra Auffarth junge Spring- und Vielseitigkeitspferde in den Sport, wie zum Beispiel den Bundeschampion Gentleman. Kurz: Sandra Auffarth wäre eine würdige „Sportlerin des Jahrzehnts im Landkreis Oldenburg“!

Wer auch der Meinung ist und für sie abstimmen möchte, kann das bis zum 20. März hier tun: www.nwzonline.de. Auf der Website der NWZ gibt es auch Informationen zu den weiteren Kandidaten.