Time to say Goodbye – Big Star und Nick Skelton verabschieden sich aus dem Sport

Nick Skelton Big Star

Zwei große Stars nehmen Abschied, Time to say Goodbye für Nick Skelton und Big Star bei der Royal Windsor Horse Show … (© Pauline von Hardenberg)

Im Rahmen der Royal Windsor Horse Show nehmen am 14. Mai zwei ganz Große Abschied vom Sport: die Olympiasieger Big Star und sein Reiter Nick Skelton.

Beide, Pferd und Reiter, haben eine Karriere mit unglaublichen Höhenflügen, aber auch herben Tiefschlägen erlebt. Letztere hingen bei beiden in der Regel mit Verletzungspech zusammen. Wobei die Karriere von Nick Skelton deutlich länger war als die von Big Star. Über 40 Jahre lang gehörte Nick Skelton zum Establishment des internationalen Springsports. Siebenmal war er bei Olympischen Spielen am Start, holte 2012 Mannschaftsgold für Großbritannien und krönte sein Lebenswerk im vergangenen Jahr mit Einzelgold in Rio.

Skelton hat immer gesagt, wenn Big Star eines Tages geht, würde er auch abtreten. Nun ist es so weit. Am Sonntag, 14. Mai, werden beide im feierlichen Rahmen bei der Royal Windsor Horse Show verabschiedet.

Zwei Stehaufmännchen

Big Star war neun Jahre jung als er mit seinem Ausbilder Nick Skelton das britische Team zu olympischen Gold in London führte. Ein Jahr später gewannen die beiden den Großen Preis von Aachen, dann war erst einmal Schluss. Big Star verletzte sich an der Sehne. Drei Jahre lang ging er immer mal wieder ein Turnier, war dann aber wieder lahm. Bis 2016. Im Vorfeld der Olympischen Spiele setzte Skelton den nun 13-jährigen KWPN-Hengst sehr dosiert aber regelmäßig ein. Die Sehne hielt. Und in Rio feierten die beiden ihren größten Triumph.

Wie sein Hengst hat auch Nick Skelton selbst eine bewegte Krankengeschichte hinter sich. 2000 hatte er einen Reitunfall, bei dem er ich das Genick brach. Die Ärzte waren sich sicher, er würde nie wieder reiten können. Doch Skelton belehrte sie eines besseren und schaffte das Comeback. Er hatte viele große Pferde im Laufe seiner vier Jahrzehnte währenden Karriere, wie z.B. den unvergessenen Arko III. Aber Big Star war eine Ausnahmeerscheinung, der Hengst, der wieherte, sobald er Hindernisse sieht und für den Nick Skelton ein Kaufangebot von 15 Millionen Euro ausgeschlagen hat.

Große Ehre

Simon Brooks-Ward, der Turnierleiter von Windsor, erklärte: „Nick Skelton ist nicht nur eine Legende des Pferdesports, sondern der gesamten Sportwelt. Was er in seiner Karriere erreicht hat, ist bemerkenswert und wir fühlen uns geehrt, dass er sich die Royal Windsor Horse Show für seine Verabschiedung und die von Big Star ausgesucht hat.“

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