TV-Tipp: Holger Wulschner – „Vom Stallburschen in die Champions League“

TH_Wulschner_Skipper_Pr05_705kopie

Holger Wulschner und Skipper im Großen Preis beim CSI4* auf der eigenen Anlage in Groß Viegeln. (© Thomas Hellmann)

Holger Wulschner ist hoch erfolgreicher Springreiter, Turnierveranstalter und vor allem ein Mensch mit Format und Standing. Das kommt nicht von ungefährt, wie der NDR am kommenden Freitag, 3. Mai, im TV zeigen wird.

Am Freitag 3. Mai läuft um 20.15 Uhr im NDR „Die Nordstory – Vom Stallburschen zur Champions League“. Der Film portraitiert den 55-jährigen Springreiter Holger Wulschner, der vom 9. bis 12. Mai wieder zu den Rostocker Pferdetagen auf seine Anlage in Groß Viegeln einlädt. Wulschner ist einer der Springreiter aus der ehemaligen DDR, die es geschafft haben, im internationalen Springsport Fuß zu fassen.

Das Gut Groß Viegeln bei Rostock ist ein Turnier- und Ausbildungsstall, den Wulschner zusammen mit seiner Frau Astrid aufgebaut hat. Das Turnier, das sie jährlich ausrichten (CSI4*), gehört zu den höchstdotierten Springsportveranstaltungen Norddeutschlands.

Der NDR-Beitrag unter der Federführung von Katrin Kahlke zeigt Wulschners Werdegang. Schon als Junge hatte Wulschner ein besonderes Faible für Pferde. Mit 15 wurde er DDR-Jugendmeister. Später machte er eine Ausbildung zum Facharbeiter für Pferdezucht und arbeitete anschließend als Bereiter und Gestütsanwärter in der Schweineproduktion Schlaitz. Die Pferde waren das Hobby des dortigen Chefs. Ans Geld Verdienen mit ihnen war damals nicht zu denken.

An den Wochenenden durfte Holger Wulschner mit dem besten Pferd des Betriebs aufs Turnier fahren. Das war Missouri, das Pferd, dem Wulschner auch seine ersten großen internationalen Erfolge verdankt. Geschlafen wurde bei der Gelegenheit auf einer Luftmatratze im Viehanhänger. Heute logiert er auf dem Turnier im 250.000 Euro teuren Luxustransporter für seine noch viel wertvolleren Sportpartner.

Für Holger Wulschner bedeutete die Wende eine ziemlich große Wende. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Zu den größten solchen gehörten der Sieg im Deutschen Spring-Derby 2000, ferner in den Großen Preisen von Hickstead, Rotterdam usw. Seit 2003 ist Holger Wulschner auf dem Gut Groß Viegeln in Eigenregie tätig. 2016 ritt Wulschner in Falsterbo seinen 50. Nationenpreis für Deutschland.

Einen guten Namen hat der Mann aus Mecklenburg nicht nur als Reiter, sondern auch als Ausbilder. Das bekannteste Pferd, das in seinem Stall „groß“ wurde, ist sicherlich die Hannoveraner Stute Fine Lady, die mit Eric Lamaze (CAN) unter anderem Bronze bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gewann.

Aber auch die Stute Catch me, mit der Wulschner vor zwei Jahren den Großen Preis beim Wiesbadener Pfingstturnier gewann, gehört dazu. Sie wurde wenige Monate nach Wiesbaden verkauft. Nach wenigen Einsätzen mit dem Franzosen Simon Delestre wechselte sie zu dem Brasilianer Francisco José Mesquita Musa, der mit ihr jüngst beim CSI5* in Wellington siegreich gewesen war.

Wer mehr über Holger Wulschner erfahren möchte, sollte am Freitag Abend „die nordstory im NDR“ nicht verpassen! Sendetermin:

Freitag, 3. Mai, 20.15 Uhr im NDR Fernsehen.