Update: CSIO St. Gallen bezieht Stellung zu den Vorwürfen von Emeric George

Symbolbild (© Toffi)

Vor wenigen Tagen hatte der französische Springreiter Emeric George verlauten lassen, dass er rechtliche Schritte gegen das Nationenpreisturnier St. Gallen in der Schweiz einleiten wolle. Während des Turniers hatte sich sein Pferd Step Up de l’Heribus so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. George unterstellte dem Veranstalter fahrlässiges Verhalten, dieser meldet sich nun selbst zu Wort.

Der Unfall ereignete sich bereits am frühen Morgen des 2. Junis im Rahmen des CSIO St. Gallens, der auch Teil der FEI-Nationenpreisserie ist. Step Up de l’Heribus, der achtjährige Wallach von Emeric George, hatte sich mit den Vorderbeinen in der Boxenwand verfangen und konnte sich anschließend nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Die Veranstaltungstierärzte behandelten das Pferd, auch die Berufsfeuerwehr St. Gallen wurde hinzugezogen, um den Wallach aus seiner misslichen Lage zu retten. Schließlich wurde Step Up de l’Heribus mit der Großtierrettung in eine Pferdeklinik nach Zürich gebracht, musste dort allerdings aufgrund der Schwere seiner Verletzungen eingeschläfert werden.

Auf Facebook betrauerte George den Verlust seines Nachwuchspferdes und erhob gleichzeitig Vorwürfe gegen den CSIO St. Gallen (St.GEORG berichtete). Laut dem 30-jährigen Franzosen hätten die Turnierveranstalter fahrlässig gehandelt und ihre Aufsichtspflicht verletzt. Inzwischen beschäftigt sich die Justiz mit dem Fall.

Statement des Veranstalters

Auch der CSIO St. Gallen hat sich nun zu dem Fall geäußert. Das offizielle Statement des Veranstalters lautet wie folgt:

Der französische Springreiter Emeric George nahm mit drei Pferden am Longines CSIO St.Gallen vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 teil. Am frühen Sonntagmorgen des 2. Juni 2019 hat sich sein achtjähriger Wallach Step Up de l’Heribus, mit dem er am CSI1* für junge Pferde teilnahm, in der eigenen Box verletzt. Das Pferd hat die Vorderbeine auf über zwei Metern Höhe so eingeklemmt, dass es sich nicht mehr selbst befreien konnte. Der Veranstalter bedauert sehr, dass es zu diesem Vorfall kam und das Pferd trotz den sofort eingeleiteten Massnahmen nicht mehr gerettet werden konnte.

Zum Sicherheitsdispositiv am Longines CSIO St.Gallen, halten wir fest:

  • Die Sicherheitsvorkehrungen entsprechen allen reglementarischen Vorgaben.
  • Die verwendeten mobilen Pferdeboxen entsprechen dem üblichen Standard.
  • Die Pferdestallungen werden am Anlass 24 Stunden videoüberwacht. Dies ist eine vom Veranstalter zusätzlich angeordnete Massnahme zum Wohl und für die Sicherheit der Pferde.

Im Event-Report des Internationalen Pferdesportverbandes FEI werden die hohen Sicherheitsstandards der Stallungen bestätigt.