US-Springreiter Andrew Kocher wegen Anwendung elektrischer Sporen für zehn Jahre gesperrt

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Andrew Kocher auf Squirt Gun beim Weltcup-Turnier in Leipzig 2020. (© www.toffi-images.de)

Der US-amerikanische Springreiter Andrew Kocher wurde vom Tribunal des Weltreiterverbandes FEI für schuldig befunden, seine Pferde bei mehreren Turnieren mit elektrisch geladenen Sporen misshandelt zu haben. Er wurde für zehn Jahre gesperrt und muss eine Geldstrafe zahlen.

Zehn Jahre Sperre, 10.000 Schweizer Franken (gut 9000 Euro) Strafe, 7500 Franken Prozesskosten und außerdem rückwirkende Disqualifikation von acht Turnieren zwischen Juni 2018 und November 2019 – so lautet das Strafmaß, das das FEI-Tribunal über den US-amerikanischen Springreiter Andrew Kocher verhängt hat.

Im Juni 2020 wurden Anschuldigungen gegen Kocher erhoben, dass er sowohl bei mehreren nationalen und internationalen Turniereinsätzen als auch beim Training elektrisch geladene Sporen benutzt habe. Die FEI hat die Sache untersucht und im Oktober 2020 das Verfahren gegen Kocher eröffnet. Er war seither vorläufig gesperrt, was ihm angerechnet wird, so dass er bis zum 27. Oktober 2030 suspendiert ist.

Das bedeutet, dass er in diesem Zeitraum weder einem nationalen noch einem internationalen Turnier beiwohnen darf, auch nicht als Besucher. Das gilt für FEI Veranstaltungen ebenso wie für Veranstaltungen irgendeines nationalen Verbandes.

Kocher hat nun 21 Tage lang die Möglichkeit, Einspruch gegen das Urteil vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS abzulegen.

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