Victoria Max-Theurers zweifaches Olympiapferd Falcao ist tot

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Ein berühmtes Bild von Victoria Max-Theurer und Falcao: überschwänglicher Dank nach einem gelungenen Auftritt bei den Europameisterschaften 2007. (© www.toffi-images.de)

Zweimal, 2004 und 2008, vertrat der Oldenburger Wallach Falcao unter Victoria Max-Theurer die österreichischen Farben bei Olympischen Spielen. Mit Falcao gewann Max-Theurer die ersten Juniorenmedaillen und erklomm die Weltspitze. Nun ist er gestorben.

Falcao kam 1992 bei Jutta Torhorst zur Welt, die ihre Figaro-Kronprinz xx-Vollkorn xx-Tochter Odienne mit Feiner Stern angepaart hatte. In den Sport gebracht wurde der Wallach von Silke Schaerffer, die mit ihm Reitpferdprüfungen in Serie gewann und ihn 1996 zum Bundeschampion der vierjährigen Reitpferde machte. Danach wurde er an Familie Max-Theurer verkauft.

Die Tochter des Hauses war gerade mal zehn Jahre alt, als sie ihn ausprobierte. Das sei zugegebenermaßen „ein bissl lustiges Bild“ gewsen. Aber sie habe sich sofort mit ihm verstanden und auf seinem Rücken wie zuhause gefühlt. Falcaos Rücken sollte noch viele weitere Jahre tatsächlich ihr Zuhause sein. Wobei die Ausbildung zunächst ihr Vater übernahm und sie mitritt. Vier Jahre später ritt Vicky Max-Theurer dann die ersten Turniere mit dem damals achtjährigen.

Gleich die ersten Starts in der Klasse M waren siegreich. 2000 nahmen sie an den Europameisterschaften der Junioren in Lipica teil und sicherten sich Bronze in Mannschafts- und Einzelwertung. Auch 2001 und 2002 waren die beiden Dauergast auf dem EM-Treppchen, ehe sie 2003 nach einem einzigen Turnier in der Kleinen Tour den Sprung in den Grand Prix wagten. Auf Anhieb waren sie stets in den Top Ten platziert. Und dann kamen das erste „richtige“ Championat in Gestalt der Olympischen Spiele in Athen, wo das Paar 20. in der Einzelwertung wurde und mit der Mannschaft den achten Platz belegte. Vicky war damals 18 Jahre jung.

2005 und 2007 nahmen die beiden an den Europameisterschaften in Hagen und Turin teil. 2006 vertraten sie Österreich bei den Weltreiterspielen in Aachen. 2008 folgte dann der zweite Olympiaeinsatz Hongkong. Im Jahr darauf wurde Falcao aus dem Sport verabschiedet. Fortan verbrachte er seinen Lebensabend auf Schloss Achleiten.

Ende Januar hatte der Wallach eine schwere Kolik. Die Tierärzte und auch die Klinik konnten ihm nicht mehr helfen. „Wenn man 23 Jahre miteinander verbringt, dann kennt man sich nicht nur sehr sehr gut, sondern dann ist der andere einfach nicht mehr wegzudenken …“, schreibt Victoria Max-Theurer auf ihrer Homepage. „So viel hast Du mir ermöglicht, Falci! Ich hoffe, ich konnte Dir auch ein bissl davon zurückgeben. Danke Dir und leb wohl! Du wirst immer in meinem Herzen sein.“

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