Weiterer EHV-1 Fall in Opglabbeek, positiv getestete Pferde in der Schweiz

FEI-Update-Herpes-Situation

FEI Update Herpes März 2021

Dem Weltreiterverband wurden weitere positiv auf das Equine Herpesvirus Typ 1 (EHV-1) getestete Pferde gemeldet.

Vor wenigen Tagen wurde aus Opglabbeek ein EHV-1 positives Pferd gemeldet. Nun wurde auch das Pferd positiv getestet, das in der Box unmittelbar neben dem zuerst erkrankten stand. Beide Pferde sowie auch noch drei weitere gehören zum selben Reiter und sind bereits nach dem ersten positiven Befund in Quarantäne geschickt worden.

Das Ursprungpferd war nach einem erneuten Test immer noch positiv. Die anderen Pferde allerdings nicht. Sie wurden inzwischen in einen Isolationsstall außerhalb des Turniergeländes gebracht, sind allerdings alle fünf symptomfrei.

Die FEI hat sie in der Datenbank gesperrt. Ehe sie wieder auf Turnieren starten dürfen, müssen sie 21 Tage in Quarantäne bleiben und brauchen dann einen negativen PCR-Test.

Noch ist nicht klar, welcher Gentyp dem Virus in den Proben zugrunde liegt. Das belgische Labor, das die Proben ausgewertet hat, wurde aufgefordert, diese entweder nach Irland oder an die Universität Gent zu schicken, damit dort eine Gentypisierung vorgenommen werden und so geklärt werden kann, ob es sich bei ebenfalls um die N-Variante des Virus handelt, die auch bei den Ausbrüchen in Valencia gefunden worden war.

In Opglabbeek wurden derweil alle Reiter informiert, deren Pferde im selben Stallzelt standen wie die positiv getesteten. Die FEI erachtet diese Pferde nicht als enge Kontakte. Die Veranstalter in Opglabbeek hatten angeboten, den Reitern die PCR-Tests für ihre Pferde zu zahlen.

Positiver Fall in der Schweiz

Beunruhigende Nachrichten kommen zudem aus der Schweiz bzw. aus Italien. In einem Schweizer Stall gibt es positive Fälle. Wie sich durch die sozialen Medien herausgestellt hat, handelt es sich um den Stall der Dressurreiterin Morgan Barbançon. Sie selbst hat auf Facebook mitgeteilt, dass bei ihr ein Pferd positiv getestet worden sei.

Unglücklicherweise wurde das Ergebnis aber erst veröffentlicht, als die Reiterin bereits mit drei Pferden beim CDI in Ornago (ITA) angekommen war.

Sie habe dennoch sofort die Heimreise angetreten und den Veranstalter über die Umstände informiert, sagt Barbançon. Wie sich nun herausstellte, ist auch eines der Pferde, die sie mit Ornago hatte, positiv gewesen. Der Stall in Ornago, in dem Barbançons Pferde untergebracht gewesen waren, wurde nun unter Quarantäne gestellt.

Was merkwürdig ist: Die Reiterin spricht von einem positiv getesteten Pferd daheim in der Schweiz und einem weiteren Fall, nämlich jenem, das sie mit in Italien hatte. Die FEI berichtet in ihrer Timeline hingegen von drei positiven Fällen in der Schweiz.

Die FEI sagt, sie werden die Situation zusammen mit den Verbänden im Auge behalten. Zudem soll es nun eine Arbeitsgruppe geben, die sich mit der Frage beschäftigt, ob eine Impfpflicht gegen Herpes eingeführt werden soll.