Rolex schlägt zurück: Millionen-Grand Slam für Springreiter

Stationen sind die Großen Preise von Aachen, Calgary und Genf.
 

Mit einem Paukenschlag meldet sich der Schweizer Uhrenhersteller Rolex im Pferdesport zurück. Nachdem der Weltreiterverband FEI nach zehn Jahren Sponsoring Rolex durch den Konkurrenten Longines ersetzt hat, der wie es heißt, in zehn Jahren 120 Millionen Euro in die FEI investiert, setzt Rolex wirkungsvoll zum Gegenschlag an. Bei einer Pressekonferenz am Rande des Weltcupfinales in Göteborg wurde ein im Springsport neuartiger Grand Slam aus der Taufe gehoben. Eingeschlossen sind die Große Preise der renommierten Turniere in Aachen, Calgary und Genf. Reiter, die alle drei Grand Prix in Folge gewinnen, erhalten zusätzlich zum Gewinngeld einen Sonderbonus von einer Million Euro, zwei Siege in Folge bringen immerhin schon 500.000 Euro und zwei Siege nicht in Folge 250.000 Euro. Es zählt nur der Reiter, nicht das Pferd, das heiß, es können verschiedene Pferde eingesetzt werden.

Da es sich nicht um eine Serie handelt, sondern lediglich um eine Vereinbarung dreier Veranstalter, musste der Grand Slam nicht von der FEI genehmigt werden, es fehlte bei der Präsentation auch ein Vertreter der FEI. Schade, sagte der Aachener Vermarktungschef Michael Mronz, wir haben versucht den Generalsekretär telefonisch und per Mail zu erreichen, das ist uns nicht gelungen. Ich hätte auch erwartet, dass die FEI die Gelegenheit genutzt hätte, Rolex ganz offiziell als Sponsor der FEI zu verabschieden. Das ist einfach schlechter Stil.

Longines wird künftig nicht nur den Springreiter-Weltcup und die Weltrangliste Springen sponsern, sondern auch als offizieller Zeitnehmer der FEI fungieren. Deswegen wird das Hallenturnier in Genf, das seit Jahren mit Rolex zusammenarbeitet, seinen Weltcup-Status verlieren und nun in den Grand Slam einsteigen. Beim CHIO Aachen wird weiterhin Rolex als Zeitnehmer präsent sein, auch beim Nationenpreis. Das haben wir von Anfang an klargemacht, so Aachens Turnierchef Frank Kempermann.

 

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