216.000 Dollar-Großer Preis in Wellington wird zur Beute von McLain Ward und Azur

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McLain Ward und Azur auf dem Weg zum Sieg im Großen Preis von Wellington. (© Sportfot)

Mit der 16-jährigen belgischen Stute Azur gewann der US-Amerikaner McLain Ward am Sonntag den Großen Preis auf Vier-Sterne-Niveau in Wellington. Daniel Deußer und Killer Queen hatten das Glück nicht auf ihrer Seite.

48 Reiter-Pferd-Paare hatten sich den Anforderungen gestellt, die die Parcoursbauer Nick Granat und Steve Stephens aus den USA konstruierten. Und die waren nicht zu einfach, denn nur acht der Paare schafften mit einem fehlerfreien Umlauf den Einzug ins Stechen.

Dort angekommen zeigten zwei Routiniers der Konkurrenz die Eisen. Der 47-jährige McLain Ward war 2021 maßgeblich am Mannschaftssilber der Vereinigten Staaten bei Olympia in Tokio beteiligt und setzte am Sonntag auf die 16-jährige Stute Azur. Die belgische Stute ist eine Tochter v. Thunder vd Zuuthoeve und hatte zuletzt in Spruce Meadows vor circa einem halben Jahr ein 1,55 Meter-Springen gewinnen können, war aber auch schon siegreich in Großen Preisen von New York (USA) und mehrmals auch schon in Wellington. Außerdem war Azur Wards Olympiapferd in Rio de Janeiro (BRA) 2016.

Sonntag war Florida wieder ein gutes Pflaster für Azur. Unter Ward fegte sie in 35,22 Sekunden durch den Stechparcours und blieb dabei fehlerfrei. Das bedeutete den Sieg mit über anderthalb Sekunden Abstand auf die Zweitplatzierten.

Die Stute habe im Stechen großartig Boden gut gemacht, erklärte Ward nach seinem Sieg. „Sie hat wirklich eine tolle Leistung gezeigt, und wir konnten die neun [Galoppsprünge] nach Hause bringen und gerade genug Druck auf die Jungs ausüben.“

Platz zwei an Griechin Ioli Mytilineou

Dem Druck standhalten konnte die Überraschung der Europameisterschaften in Riesenbeck 2021. Die 24-jährige Griechin Ioli Mytilineou und ihr belgischer Hengst Levis de Muze landeten erneut einen tollen Erfolg. Mit ihrem fehlerfreien Stechen in 36,84 Sekunden platzierten sie sich an zweiter Stelle. Der elfjährige Elvis ter Putte-Sohn sei für Mytilineou der beste Freund, so die Griechin im Anschluss an den Großen Preis: „Ich spreche mehr über ihn als über alles andere. Ich habe das Gefühl, wir kennen uns so gut. Natürlich bin ich noch sehr unerfahren, aber er ist auch noch sehr unerfahren, so dass wir noch eine Menge verfeinern müssen. Aber jeden Tag, an dem ich ihn reite, könnte ich weinen, weil ich denke, dass er eines Tages in Rente gehen wird. Jedes Mal, wenn ich ihn reite, bin ich so dankbar, dass ich ihn habe.“

Die Amazone war in Riesenbeck Zwölfte der Einzelwertung geworden, ebenfalls im Sattel von Levis de Muze, den sie schon seit vier Jahren reitet. Kommendes Wochenende werden die beiden auch beim CSI5* in Wellington an den Start gehen.

Als letzter Stechteilnehmer setzte Olympiasieger Ben Maher (GBR) alles auf eine Karte, um McLain Ward zu schlagen. Doch das rächte sich schon an Sprung eins für Maher und Faltic HB. Den 12-jährigen KWPN-Hengst v. Baltic VDL hat Maher seit Herbst 2021 in Beritt und war mit ihm beispielsweise prompt Fünfter in der Weltcup-Etappe von London geworden. Bei den vier Strafpunkten blieb es im Stechen dann aber auch, nach 36,30 Sekunden stoppte die Zeit. Damit wurden die beiden Dritte im Großen Preis.

Die deutschen Farben vertraten Daniel Deußer und seine Aachen-Siegerin Killer Queen im Großen Preis. Die beiden bekamen jedoch acht Strafpunkte im Umlauf und hatten mit der Entscheidung nichts mehr zu tun.

Alle Ergebnisse vom Großen Preis in Wellington finden Sie hier.

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