Barcelona: Vereinigte Arabische Emirate gewinnen den Challenge Cup

Ehe die besten Springreiternationen der Welt morgen um 1,25 Millionen Euro im FEI-Nationenpreisfinale 2017 reiten, stand heute das kleine Finale an, der Challenge Cup. Den sicherten sich die Vereinigten Arabischen Emirate.

Nur drei Strafpunkte schlugen zu Buche für das von Karl Schneider gecoachte Team. Zum Team gehörten Abdullah Mohd Al Marri auf der zehnjährigen Hannoveraner Stute Sama Dubai Fbh v. Stakkato, Abdullah Humaid Al Muhairi mir der Oldenburger Chacco-Blue-Tochter Cha Cha Cha, Mohammed Ghanem al Hajri auf dem einst unter anderem mit Tobias Meyer und Kathi Offel erfolgreichen Westfalen Pour le Poussage v. Polytraum und Scheich Majid Al Qassimi mit dem KWPN-Hengst Celtion v. Veron.

Letzterer musste allerdings gar nicht mehr reiten, nachdem seine Teamkollegen bereits alle drei ohne Spring-, lediglich mit Zeitfehlern aus dem Parcours gekommen waren. Bei Abdullah Mohd Al Marri wurden es zwei, bei Mohammed Ghanem al Hajri einer.

Rang zwei nach Irland

Für die irischen Europameister war Barcelona wohl eher eine Enttäuschung. Wieder einmal (wie z.B. auch nach den Europameisterschaften 2015 in Aachen, wo Cian O’Connors entscheidender Fehler angeblich auf Störungen durch das Parcourspersonal zurückzuführen gewesen sein soll) haben sie Protest gegen eine ihrer Meinung nach unfaire Entscheidung eingelegt und verloren. Nachdem sie in der gestrigen Qualifikation die neuntbeste Mannschaft waren, mussten sie sich mit der Teilnahme am kleinen Finale zufrieden geben. Aber sie waren der Ansicht, Bertram Allens Molly Malone habe gar nicht wie angekreidet, einen Fehler am Wassergraben gehabt. Die Kannan-Tochter habe das Band hinter dem Graben gar nicht mit dem Huf berührt, sondern lediglich mit der Springglocke. Doch die Jury hielt an ihrer Sicht der Dinge fest.

So ging das Quartett um ihren neuen Bundestrainer Rodrigo heute an den Start und sammelte neun Fehler insgesamt. Bei Shane Sweetnam und Chaqui Z waren es fünf und bei Bertram Allen mit Molly Malone vier. Einzig Shane Breen und der Lord Z-Sohn Laith blieben strafpunktfrei. Mit neun Fehlern bildeten Denis Lynch und All Star das Streichergebnis.

Brasilien auf Rang drei

Dritte wurden die brasilianischen Sieger der Nationenpreis-Etappe von Hickstead. Sie kamen auf insgesamt elf Strafpunkte, die zustande kamen durch sechs Fehler von Luiz Felipe De Azevedo Filho auf dem Chacco Blue-Sohn Chacito, vier von Yuri Mansur mit Babylotte, einer holländischen Dollar du Murier-Tochter, sowie einem von den Rolex Grand Prix-Siegern von Genf, Pedro Veniss und Qabri de L’Isle v. Kannan.

Das Streichergebnis des Teams bildete mit 13 Fehlern Eduardo Menezes auf seinem Oldenburger Quintender-Sohn Quintol. Menezes dürfte mit dem Verlauf des Turniers dennoch zufrieden sein, denn er konnte bislang schon zwei goldene Schleifen in Rahmenspringen gewinnen, einmal das Eröffnungsspringen am Donnerstag und dann heute die La Vanguardia Trophy. Bei beiden Gelegenheiten ritt er die 13-jährige Oldenburger Caspar-Tochter Caruschka.

In der La Vanguardia Trophy konnte sich auch Marcus Ehning platzieren. Im Sattel der neunjährigen Hannoveraner Stute Calanda v. Calido belegte er Rang fünf in dem Zwei-Phasen-Springen.

Gestern beim Eröffnungsspringen um die Royal Bliss Trophy war Simonr Blum die einzige platzierte Deutsche. Mit dem 16-jährigen Hannoveraner Flying Boy v. Fly High wurde sie Neunte.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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