Berlin: Erstes Global Jumping-Highlight an Olivier Philippaerts, viele Schleifen nach Deutschland

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Olivier Philippaerts und Legend of Love, Sieger im ersten Global Champions League-Springen von Berlin 2018. (© LGCT/Grasso)

Auch wenn noch kein Sieg dabei war, die Global Champions Tour-Etappe in Berlin lässt sich gut an aus deutscher Sicht. Die ersten Fünf-Sterne-Ehrenrunden führten allerdings ein Italiener und ein Belgier an.

Wichtigstes Springen heute in Berlin war der erste Teil der Global Champions League über 1,50 Meter gegen die Uhr. Es siegte der Belgier Olivier Philippaerts auf seiner zwölfjährigen Landzauber-Tochter Legend of Love, die den Parcours im Berliner Sommergarten in 64,26 Sekunden meisterte. Platz zwei ging an Europameister Peder Fredricson auf dem zehnjährigen schwedischen Hengst Hansson WL v. Hip Hop mit 65,47 Sekunden. Ihnen dich auf den Fersen (65,62 Sekunden) war als bester Deutscher Felix Haßmann im Sattel seines 15-jährigen Westfalen Hengstes Balzaci v. Balou du Rouet.

Platziert war auch der frisch gebackene Aachen-Sieger, Marcus Ehning, diesmal mit Cornado. Der 15-jährige NRW-Landbeschäler wäre auch eine Option für die Weltreiterspiele für Ehning. Mit einer Nullrunde und einer Zeit, die für Rang sieben reichte, hat er heute jedenfalls gute Form demonstriert.

Dasselbe gilt auch für Ludger Beerbaum (wobei der ja keine Championate mehr reiten will) und Casello, die unmittelbar hinter Ehning und Cornado auf Rang acht landeten. Auf den Rängen zwölf und 13 waren auch Markus Brinkmann mit Dylon und Christian Kukuk auf Cordess noch im Geld.

Daniel Deußer auf Cassini Bay und Christian Ahlmann mit Clintrexo ritten zwar fehlerfrei, waren aber nicht schnell genug für die Platzierung. Mario Stevens hatte auf Credo einen Abwurf, bei Philipp Weishaupt und Call me Eva kamen acht Strafpuntke zusammen, bei Harm Lahde mit Oak Grove’s Celebrity waren es neun, ebenso wie bei Daniel Will und Quibelle. Holger Wulschner und Skipper hatten heute offenbar keinen guten Tag: 18 Strafpunkte für die Sieger im Großen Preis von Groß Viegeln.

Michael Jung Zweiter im Eröffnungsspringen

Das erste Fünf-Sterne-Springen des Turniers wurde zur Beute des Italieners Emanuele Gaudiano im Sattel seines Berlin-Sohnes Caspar. Die beiden gewannen das Eröffnungsspringen über zwei Phasen (1,45 Meter) mit einer fehlerfreien 27,83 Sekunden-Runde gegen die Uhr. Dicht dahinter folgte schon der dreifache Vielseitigkeitsolympiasieger Michael Jung, dessen zehnjährige Check In-Tochter Chelsea nach 27,83 Sekunden durch die Lichtschranke galoppierte. Dritter wurde Martin Fuchs im Sattel der neunjährigen Canturano-Tochter Chica B Z (0/28,55).

Felix Haßmann und Balance, die Vollschwester zu Balzaci, platzierten sich an fünfter Stelle. Ebenfalls im Geld waren Harm Lahde und Oak Grove’s Vogelfrei als Neunte.

Nicht mehr platziert, weil er sich Zeit ließ, aber fehlerfrei war Marcus Ehning mit Comme il faut, sein dritte Eisen im Feuer für große Aufgaben. Daniel Deußer stellte mit dem elfjährigen Calisto Blue v. Chacco Blue aus einer Con Air-Mutter ein neues Pferd vor. Seit Juni gehört das Oldenburger Springpferd Deußers Arbeitgeber, den Stephex Stables. In den Sport gebracht wurde er von dem Franzosen Mathieu Billot. Danach lief er eine Zeit lang unter belgischer Flagge, ehe Michael Whitaker ihn übernahm, der vor einem Jahr mit ihm unter anderem Zweiter im CSI5* Grand Prix von Ascona gewesen war. Daniel Deußer hatte den Braunen erstmals Anfang Juli beim CSI3* in Knokke geritten und hatte in drei Prüfungen nicht einen Abwurf. Mit dem heutigen Springen sind es nun vier ohne Springfehler.

Alle Ergebnisse aus Berlin finden Sie hier.

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