Berlin: Global Champions Tour-Springen an Sergio Alvarez Moya und Alamo, Ehning und Stargold dahinter

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Sergio Alvarez Moya und Alamo (© LGCT)

2020 fielen sowohl Hamburg als auch die Hauptstadt-Station der Global Champions Tour aus. Nun gab es wieder Springsport im Sommergarten mit Routiniers unter neuen Reitern und neuen Pferden unter Routiniers.

Okay, so ganz neu ist Stargold nicht mehr im Stall von Marcus Ehning. Was aber neu ist, ist dass der zehnjährige Oldenburger Stakkato Gold-Sohn die Springen der ganz großen Tour läuft. Das ist erst seit diesem Jahr der Fall. Heute in Berlin ging der einstige Sieger im Warendorfer Youngster-Championat seinen dritten Fünf-Sterne-Grand Prix. Im ersten in Doha war er Siebter mit zwei Abwürfen im Stechen. In Valkenswaard war er Sechster mit einem Abwurf. Und nun wurde er Zweiter ohne Strafpunkte, dafür aber nur eine zehntel Sekunde langsamer als der Sieger. Wenn das keine Perspektive für die Zukunft für Marcus Ehning ist!

Zumal der Sieger nicht irgendwer ist, sondern Weltcup-Sieger Alamo, der mit dem Spanier Sergio Alvarez Moya nun einen Reiter gefunden zu haben scheint, der dieselben Knöpfe bei dem KWPN-Wallach findet, wie sein Erfolgspartner Steve Guerdat.

Von den sieben Paaren im Stechen waren nur drei ein zweites Mal ohne Abwurf ins Ziel gekommen und keines auch nur annähernd so schnell wie die beiden Spitzenreiter. Bei Alvarez Moya und Alamo stoppte die Uhr nach 36,40 Sekunden. 36,50 Sekunden wurden es für Marcus Ehning und Stargold.

Das dritte fehlerfreie Duo waren Frankreichs Kevin Staut und der Mylord Carthago-Sohn Tolede de Mescam Harcour, die mit 38,23 Sekunden zudem ebenfalls flott unterwegs gewesen waren.

Vierter wurde mit einem Abwurf Bart Bles (NED) auf dem Rheinländer Comme Laude v. Comme il faut. Dahinter reihten sich gleich drei Paare mit jeweils acht Fehlern ein: Alberto Zorzi (ITA) auf Cinsey, Leopold van Asten (NED) mit Elegant Hero Z und Spencer Smith (USA) im Sattel von Quibelle.

Noch zwei weitere deutsche Paare waren im Geld: Patrick Stühlmeyer mit Varihoka du Temple, die das Stechen nur aufgrund eines Zeitfehlers verpassten (Platz acht) und Kendra Claricia Brinkop, die auf Kastelle Memo (v. Thunder van de Zuuthoeve) die schnellste Vier-Fehler-Runde im ersten Umlauf hatte (Rang neun).

Bei Ludger Beerbaum und Mila war ebenfalls eine Stange gefallen, aber die Zeit reichte nicht mehr für die Schleifenplätze. Maximilian Weishaupt und Omerta Incipit hatten fünf Fehler, ebenso wie Laura Klaphake und Quin. Acht Strafpunkte wurden es für Christian Ahlmann auf Mandato van de Neerheide.

Global Champions League

Um einen Zeitfehler mussten die Lokalmatadoren von den Berlin Eagles in Gestalt von Ludger Beerbaum und Laura Klaphake sich in der Global Champions League Wertung geschlagen geben. Beerbaum ritt Mila und Cool Feeling, Klaphake Quin. Beerbaum blieb null, die fünf Fehler kamen von Klaphake in Runde zwei.

Auch das Sieger-Duo Nayel Nassar (EGY) und Darragh Kenny (IRL) blieb nicht verschont. Mit Great-Tikila J fiel eine Stange bei Darragh Kenny. Vinci de Beaufour war hingegen fehlerfrei in der ersten Runde. Nassar gelangen mit Coronado und Oaks Redwood zwei fehlerfreie Ritte.

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