CAS fällt Urteil in Sachen Cannabis und Springreiter aus Katar bzw. Ägypten

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Scheich Ali Al Thani bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio. (© Pauline von Hardenberg)

Ende Dezember 2021 waren drei bekannte Springreiter aus Katar und Ägypten, Scheich Ali Al Thani, Bassem Mohammed und Mohamed Talaat, wegen Abbauprodukten von Cannabis in ihrem Blut während ihres Turniereinsatzes vom Weltverband FEI gesperrt worden. Die drei zogen vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS, der nun seine Urteile gefällt hat.

Bei Scheich Ali Al Thani (QAT) und Bassem Mohammed (QAT) hatte man das Cannabis-Abbauprodukt Carboxy-THC beim Weltcup- und Olympiaqualifikationsturniers von Rabat (MAR) im Oktober 2019 gefunden. Mohamed Talaat (EGY) war bereits während der African Games im August 2019 in Rabat erwischt worden. Alle drei beteuerten ihre Unschuld.

Die konnten sie in den Augen des FEI-Tribunals jedoch nicht hinreichend beweisen. Deshalb wurden sie rückwirkend ab dem 17. Juni 2021 jeweils für zwei Jahre gesperrt. Zudem wurden ihnen sämtliche Turnierergebnisse im fraglichen Zeitraum aberkannt. Das war besonders für Mohamed Talaat bzw. das ägyptische Team bitter, denn dadurch wurden seine Ergebnisse der Olympischen Spiele in Tokio gestrichen. Die Mannschaft fiel von Rang elf auf Platz 16 zurück.

Die Reiter brachten ihre Fälle vor den CAS. Hier ist man nun ebenfalls zu Urteilen gekommen. Der CAS hat sowohl bei Scheich Ali Al Thani als auch bei Mohamed Talaat das Strafmaß verändert. In beiden Fällen wurde die Sperre auf ein Jahr verkürzt. Bei Bassem Mohammed wurden die zwei Jahre beibehalten.

Zudem wurde der Beginn der Sperren zurückdatiert. Das bedeutet, dass Scheich Ali Al Thani und Bassem Mohammed schon jetzt wieder Turniere reiten dürfen. Die Sperre von Mohamed Talaat wird am 16. Juni aufgehoben. Alle Turnierergebnisse, die in dieser Zeit erzielt wurden, werden aberkannt. An der Olympiarangierung von Ägypten ändert sich dementsprechend nichts.

Die Urteilsbegründung ist noch nicht veröffentlicht. Zuerst hatte Worldofshowjumping.com über das Urteil des CAS berichtet.