CHI Genf 2016: Turnier der Superlative

CHI Genf 2016

CHI Genf 2016

Das CHI Genf 2016 ist in jedem Jahr etwas Besonderes: Beim Springen messen sich die besten zehn Reiter der Welt, es ist eine Etappe des Rolex Grand Slams und seit diesem Jahr auch Station der World Dressage Masters, die höchstdotierte Dressurserie weltweit.

Vom 8. bis 11. Dezember geben sich in Genf die Stars im Springen, in der Vielseitigkeit und in der Dressur sowie die Vierspänner die Klinke in die Hand.

Rolex Top Ten Springen

Pauline von Hardenberg

Kent Farrington (USA) und Voyeur hier in Rio bei den Olympischen Spielen 2016 (© Pauline von Hardenberg)

Die besten zehn Springreiter der IJRC (International Dumping Riders Club) Rangliste treten traditionell beim CHI Genf gegeneinander an. Das mit knapp 100.000 Euro dotierte Springen konnte im letzten Jahr der Amerikaner Kent Farrington für sich entscheiden. Damals, wie auch in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio, sattelte er seinen KWPN-Wallach Voyeur v. Tolan van’t Riethof. Platz zwei ging an den Franzosen Simon Delestre, der Hermes Ryan dabei hatte. Dritter wurde Daniel Deußer auf First Class van Eckelghem. Daniel Deußer ist in diesem Jahr auch wieder dabei, aktuell auf dem vierten Rang der Top Ten. Christian Ahlmann, der die Weltrangliste anführt und Marcus Ehning, Sechster, werden auch dabei sein. Das Finale findet am 9. Dezember ab 20 Uhr statt.

Rolex Grand Slam

Rolex

Scott Brash und Ursula XII, Sieger im CP Grand Prix von Spruce Meadows 2016. (© Rolex)

Die Großen Preise des CHIO Aachen, der Spruce Meadows Masters in Calgary (CAN) und des CHI Genf gelten als die drei schwersten Springprüfungen der Welt. Schon eines davon zu gewinnen, ist sensationell. Heißt man Scott Brash und gewinnt alle drei Stationen hintereinander, ist man ein Held und Sieger des Rolex Grand Slams, der mit der einer Million US-Dollar dotiert ist. Dies gelang dem Briten 2015 auf seinem Erfolgspferd Hello Sanctos in Calgary. Zuvor hatte er im Dezember 2014 in Genf gewonnen und im Juli 2015 in Aachen, ehe er im September 2015 das Triple perfekt machte. In diesem Jahr gewann Scott Brash zum zweiten Mal den Großen Preis in Calgary und hätte somit in Genf die Chance, dem Gesamtsieg wieder ein Stück näher zu kommen. Doch nicht nur der Gesamtsieg des Rolex Grand Slams lohnt sich, alleine für den Sieg im Großen Preis in Genf bekommt man rund 300.000 Euro überwiesen. Über diese Summe durfte sich 2015 der Schweizer Steve Guerdat mit Nino des Buissonnets freuen. Dieser wird am Sonntag Abend nach einer überaus erfolgreichen Karriere aus dem Großen Sport verabschiedet. Die Entscheidung im Großen Preis fällt am Sonntag Nachmittag, den 11.Dezember.

World Dressage Masters

von Korff

Fabienne Lütkemeier und Qui Vincit Dynamis beim diesjährigen PfingstTurnier in Wiesbaden (© von Korff)

Erstmals macht die World Dressage Masters-Serie in Genf halt. Die Serie ist mit insgesamt zwei Millionen Euro die höchstdotierte Dressurserie weltweit. In insgesamt fünf verschiedenen Städten tritt seit 2009 die Weltspitze im Grand Prix, Grand Prix Special und in der Grand Prix Kür gegeneinander an. Erstmals sind vier Turniere „nur“ auf Viersterne-Niveau ausgeschrieben, so auch Genf. Lediglich das CDI in Mechelen (BEL) wird noch auf Fünfsterne-Niveau geritten. Die erste Station war in diesem Jahr Lier (BEL), hier gewann die Belgierin Fanny Verfliefden auf Annarico die Kür. Beim PfingstTurnier in Wiesbaden, Station zwei, siegte Fabienne Lütkemeier auf dem 17-jährigen Fuchswallach Qui Vincit Dynami v. Quattro B. Der Grand Prix startet am Freitag und am Samstag Abend messen sich die besten acht Reiter in der Kür.

Adieu Nino

Pauline von Hardenberg

Eine besondere Verbindung: Steve Guerdat und #FlyingNino. (© Pauline von Hardenberg)

Neben dem großen Sport wird es am Sonntag Abend noch emotional werden: Steve Guerdat verabschiedet seinen Nino des Buissonnets aus dem Großen Sport. Eines ihrer größten Erfolge war der Sieg im Einzelfinale bei den Olympischen Spielen 2012 in London. In diesem Jahr hat das Paar in Rio nur knapp eine Einzelmedaille im Springen verpasst und wurden Vierter. Neben Olympia- und Weltcuperfolgen, siegten und platzierten sie sich über die Jahre bei unzähligen Großen Preisen vorn. Unter anderem siegten sie im letzten Jahr in Genf. Auch wenn sich der Erfolg in diesem Jahr nicht wiederholen lassen sollte, soll Nino hier verabschiedet werden. Der 16-jährige Kannan-Sohn gewann insgesamt mehr als eine Million Schweizer Franken.