CHI Genf: Marcus Ehning triumphiert im Rolex Grand Prix, OP-Pause für Simone Blum

WEB-pvh-180921-weg tryon-ehning-NP2-15173

Marcus Ehning und Pret a Tout, hier bei der WM in Tryon 2018, gewannen den Rolex Grand Prix von Genf. (© Pauline von Hardenberg)

Mister „enge Wendung“ hat es wieder getan: Auf seinem WM-Partner Pret a Tout sicherte sich Marcus Ehning den Rolex Grand Prix beim CHI Genf. Das Nachsehen hatte der schnelle Schweizer Steve Guerdat. Superstute Alice verabschiedete sich hingegen in die Winterpause.

Diesen zweiten Adventssonntag wird Marcus Ehning so schnell nicht vergessen: Mit seinem Sieg im Rolex Grand Slam beim CHI Genf hat er sich ein vorträgliches Weihnachtsgeschenk gemacht. Denn nachdem sich der aktuelle Leitwolf im deutschen Championatsteam schon den Großen Preis von Aachen hatte sichern können, gab es heute für ihn noch einmal satte 250.000 Euro obendrauf. Zusätzlich zu den rund 350.000 Euro Preisgeld für den Sieg in Genf, wohlgemerkt. Sowohl Aachen als auch Genf zählen zum Rolex Grand Slam. Gewinnt ein Reiter mehrere Etappen der Serie, lässt Uhrenhersteller Rolex noch einmal einen netten Bonus springen.

In 38,41 Sekunden fegten Marcus Ehning und sein bewährter Pret a Tout durch den Stechparcours. „Es ist ein grossartiges Gefühl, und ich freue mich sehr! Ausserdem ist es auch ein wenig ein Sieg für die Schweiz, da die Besitzerin von Pret a Tout eine Schweizerin ist“, freute er sich  anschließend im Interview. Platz zwei ging an Steve Guerdat und die wunderbare Bianca. Das Paar benötigte 38,86 Sekunden. Übrigens trägt Bianca seit kurzem einen neuen Namenszusatz – und wird damit sicher bei ihrem Reiter verbleiben.

Rang drei ging auf die grüne Insel: Darragh Kenny brauchte im Stechen mit dem Cornet Obolensky-Sohn Balou de Reventon 38,38 Sekunden. Ein großer Erfolg für den 30-jährigen Iren, gerade wenn man einen Blick auf die weiteren Namen auf der Starterliste wirft. Auf Platz vier landete Pieter Devos mit Espoir (BEL), vor dem aktuellen Weltranglisten-Ersten Harrie Smolders mit Don VHP (NED). Auf den Plätzen folgten Scott Brash und dessen britischer Landsmann Ben Maher. Daniel Deußer musste mit Calisto Blue einen Abwurf im Normalparcours hinnehmen. Für Christian Ahlmann und Clintrexo Z waren es am Ende acht Fehlerpunkte.

Simone Blum muss auf den OP-Tisch

Für Simone Blum und Alice war Genf das letzte Turnier in 2018. Bei den beiden fiel eine Stange am Aussprung der Kombination, dadurch verpassten die Weltmeisterinnen eine Teilnahme am Stechen. „Trotzdem ist Alice wieder phänomenal gesprungen und verabschiedet sich mit einem erfolgreichen Wochenende in Genf jetzt in die wohlverdiente Winterpause“, so schreibt die Amazone auf Instagram. Grund dafür ist eine Operation an der Schulter, der sich Simone Blum in einigen Tagen unterziehen wird. Danach muss die 30-Jährige etwa acht Wochen pausieren, bevor das Paar im neuen Jahr wieder angreifen kann.

Ihre ganze Klasse hatten Simone Blum und Alice auch gestern noch einmal in der Credit Suisse Challenge gezeigt, einem 1,55 Meter-Springen. Hier belegte das Paar nach einer fehlerfreien Runde den dritten Platz, hinter Kent Farrington mit Creedance (USA) und Bertram Allen mit Casper (IRL).

Der Coupe de Genève, das Hauptspringen am gestrigen Tag, sicherte sich ein Reiter aus der gastgebenden Nation. Pius Schwizer und About a Dream waren im Stechen unschlagbar. Zweiter wurde Darragh Kenny mit Cassini Z, vor dem Belgier Nicola Philippaerts mit J’Adore van het Schaeck. Rang vier ging an Christian Ahlmann und Clintrexo Z, die sich damit auch ihren Startplatz für den Rolex Grand Prix heute hatten sichern können.

Alle Ergebnisse und Videos vom CHI Genf finden Sie hier.

 

 

 

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.