CHIO Aachen: Killer Queen wird Miss NRW-Preis

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Daniel Deußer und Killer Queen beim CHIO Aachen 2019. (© von Korff)

Daniel Deußer und Killer Queen haben sich beim CHIO Aachen in die Siegerlisten eingetragen. Im NRW-Preis setzte sich das Duo aus den Stephex Stables an die Spitze. André Thieme stürzte – was anfangs schlimm aussah, war dann doch nicht so schlimm wie gedacht.

Auf Killer Queen gewann Daniel Deusser das Hauptspringen am Freitag, den Nordrhein-Westfalen Preis. Mit 44,65 Sekunden blieb er nicht nur ohne Abwurf, sondern auch der schnellste Reiter der zweiten, ausschlaggebenden Runde. „Ich glaube, dass mein Pferd das Zeug auch für höhere Aufgaben hat“, sagte er von der neunjährigen belgischen Eldorado-For Pleasure-Tochter, die im vergangenen Jahr in der Soers noch die Youngster Tour gewonnen hatte. Killer Queen hatte sich schon in Hamburg im Rahmen der diesjährigen Global Champions Tour-Etappe an der Elbe ins Rampenlicht gedrängt. Als „Aushilfe“ gedacht, hatte sie die Weltelite auf die Plätze verwiesen.

Zweiter wurde der Belgier Olivier Philippaerts auf der zwölfjährigen Robin Z-Cardento-Tochter Cue Channa (45,79) vor der für Portugal reitenden Luciana Diniz auf dem zehnjährigen Mylord Carthago-Sohn Vertigo du Desert (46,42). Beide blieben ohne Abwurf in der zweiten Runde, für die sich elf Reiter qualifiziert hatten.

Einer, der sich über seinen neunten Platz besonders freuen konnte, war Hendrik Sosath. Der Bronzemedaillengewinner der Deutschen Meisterschaft in Balve, hatte mit dem Erfolg im Sauerland seine Starterlaubnis für das CHIO Aachen bekommen. In der Soers ritt Hendrik Sosath die bei seiner Familie geborene Oldenburger Stute Lady Lordana. Mit deren Vater Lordanos hat Hendrik Sosath seine ersten S-Springen gewonnen. Die Fuchsstute ist auch im Deutschen Spring-Derby im Hamburg erfolgreich am Start gewesen. Nun also der heilige Rasen in der Aachener Soers, eine echte Familiengeschichte inmitten der Weltöffentlichkeit.

Zwei Stürze

Für zwei deutsche Reiter endete der NRW-Preis vorzeitig. André Thiemes neunjährige Stute Crazy Girl stürzte am Wasser. Es sah zunächst gefährlicher aus, als es war, aber die Westfalenstute v. Clinton trug eine Schnittverletzung am Vorderbein davon, die zunächst stark blutete. „Es ist nochmal gut gegangen, wir haben die Wunde getackert,“ wird Mannschaftstierarzt Jan Swagemakers in einer offiziellen Pressemitteilung des CHIO Aachen zum NRW-Preis zitiert. Der Wassergraben machte den Pferden mehr Mühe als in vergangenen Jahren, er war zwar in dieser Form auch im Nationenpreis gewesen, aber in anderer Richtung zu springen. „Auch mein Pferd sprang höher als sonst darüber“, sagte Daniel Deußer. „Vielleicht liegt das daran, dass wir heute seltener auf Rasen reiten, meistens ja auf Sand. Daran müssen sich die Pferde erst wieder gewöhnen.“

Er hat jetzt drei Pferde für den Großen Preis von Aachen qualifiziert, sein Pferd der Wahl am Sonntag wird sein Weltcup-Pferd Tobago sein.

Zwar schmerzhaft aber am Ende glimpflich ging der Sturz von Philipp Weishaupt ab. Das Gebiss war unterwegs gebrochen. Die Stute Che Fantastica galoppierte immer schneller weiter. Weishaupt konnte nichts mehr ausrichten. Die Fuchsstute sprang, mit den Resten der Trense um dem Hals, einen naturfarbenen Oxer. Das Paar rumpelte schwer. Die Check In-Tochter verlor die Füße, kam aber nicht zu Fall, sondern rappelte sich auf. Einige Meter weiter sprang Weishaupt vom Pferd. Wegen des hohen Tempos kam er aber nicht zum Abrollen. Der Mann aus Riesenbeck prallte auf seinen Allerwertesten und ging für den Rest des Tages ein wenig klamm.

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