Christopher Kläsener nun im Sattel von Classic Man V

Classic Man und Toni Haßmann auf dem Weg zum Sieg im Großen Preis von Wiesbaden 2014.

Classic Man und Toni Haßmann auf dem Weg zum Sieg im Großen Preis von Wiesbaden 2014. (© Julia Rau)

Wer sich in letzter Zeit gefragt hat, was eigentlich aus dem Westfalen Classic Man V geworden ist, der mit Toni Haßmann den Großen Preis von Donaueschingen gewann und dann zu Jeroen Dubbeldam ging – der Wallach hat einen neuen Reiter, mit dem es sehr gut läuft.

Am vergangenen Wochenende stellte Christopher Kläsener den nun 15-jährigen Cornet Obolensky-Sohn aus der Zucht und im Besitz von Hermann Vogt in Klein Roscharden vor. Es war das zweite Turnier für das Paar und sie holten auf Anhieb den Sieg im Großen Preis. Für Christopher ist es der erste Sieg, seitdem er sich auf der Anlage der Familie Tebbel in Emsbüren selbstständig gemacht hat.

Christopher Kläsener war bis dato als Bereiter bei Eva Bitter und Marco Kutscher tätig. Zu seinen Berittpferden dort zählte übrigens auch Gestüt Gut Neuenhofs Cashmere. Kläsener qualifizierte den Cristallo-Sohn fürs Bundeschampionat, wo er jetzt mit Marco Kutscher die Silbermedaille bei den fünfjährigen Springpferden gewann.

Derweil hat Kläsener mit Classic Man V nun ein Pferd unter dem Sattel, das schon einige Erfolge auf dem Konto hat, und das mit verschiedensten Reitern. Reinhard Lütke-Harmann ritt den Wallach in Springpferdeprüfungen und war hier siegreich bis Klasse M. Dann stellte Züchter-Tochter Anna Vogt ihn eine Zeitlang vor und arbeitete sich mit ihm von der Klasse A bis zur Klasse S hoch.

2014 übernahm dann Toni Haßmann den Beritt. Mit ihm machte Classic Man V auch international auf sich aufmerksam. Und wie! Noch im selben Jahr gewann das Paar den Großen Preis von Wiesbaden und den Großen Preis von Donaueschingen und platzierte sich gut in München, Münster usw. Ähnlich ging es 2015 weiter. Kaum ein Turnier, bei dem die beiden ohne Schleife heimkehrten.

Das blieb nicht unbemerkt. Besitzer Hermann Vogt stellte Classic Man V zu Weltmeister Jeroen Dubbeldam. Etwa ein Jahr lang ging der Wallach unter dem Niederländer, war auch mit ihm mehrfach siegreich und platziert, allerdings eher in kleineren Springen. 2016 ging Classic Man dann zunächst wieder unter Anna Vogt, ehe Oliver Schaal Mitte 2019 den Beritt übernahm. Auch mit ihm sammelte Classic Man diverse Schleifen, zuletzt beim CSI Braunschweig im März.

Großer Preis von Klein Roscharden mit Auffarth’schen Zuchterfolgen

Nun stellt Christopher Kläsener den Wallach also vor und freut sich sehr über diese Chance. Auch hier scheinen sich zwei gesucht und gefunden zu haben, wie man in Klein Roscharden sah.

Dort ließen die beiden zwölf weitere Paare im Stechen des Großen Preises recht lässig hinter sich mit dem einzigen Ritt unter 40 Sekunden und noch dazu fehlerfrei hinter sich.

Am dichtesten dran waren Sebastian Elias und Gestüt Sprehes zwölfjähriger Coupe de Coeur-Sohn Coupe d’Or, der bei Sandra Auffarths Eltern das Licht der Welt erblickte und seinerzeit die OS-Körung als Siegerhengst verließ.

Apropos Sandra Auffarth – die war in Klein Roscharden ebenfalls am Start, und auch sie saß auf einem Pferd aus der elterlichen Zucht, dem erst achtjährigen Hannoveraner Steve v. Stanley, der sich an vierter Stelle platzierte.

Zwischen die beiden „Auffarth-Pferde“ schoben sich Jörg Fänger und der C-Max-Sohn Cedrick auf Rang drei.

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