CSIO Drammen: Irland gewinnt Nationenpreis, Deutschland auf Platz vier

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Guido Klatte Jr. mit Qinghai, hier zu sehen im Weltcup-Finale 2017 in Omaha. (© Pauline von Hardenberg)

Im Nationenpreis von Drammen über 1,45 Meter gaben Cedric Wolf, Philipp Schulze Topphoff und Guido Klatte jr. ihr Debüt im Seniorenteam. Komplettiert wurde das Team durch den alten Hasen Holger Wulschner. Letzterer lieferte heute jedoch das Streichergebnis der deutschen Mannschaft.

Das Glück war heute nicht mit dem deutschen Nationenpreis-Team. Nach dem ersten Umlauf war aber eigentlich noch eine Platzierung auf dem Treppchen drin. Philipp Schulze Topphoff gelang hier eine fehlerfreie Runde mit seinem Top-Pferd Concordess, der Congress-Stute, die ihm vor einem Jahr zu Einzelgold bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter verhalf.

Seine Teamkollegen patzten jedoch bereits in der ersten Runde. So kam Cedric Wolf mit Chicitito, der 2019 bereits sein EM-Partner war und die Bronzemedaille holte, mit vier Fehlerpunkten aus dem Parcours, ebenso wie Guido Klatte jr. und Qinghai. Für Holger Wulschner mit seinem Casiro-Sohn Casirus schlugen acht Strafpunkte nach Umlauf eins zu Buche – das bedeutete das Streichergebnis. Mit insgesamt acht Fehlerpunkten nach dem ersten Umlauf waren die Deutschen damit noch gleichauf mit Großbritannien und Dänemark. Die irische Mannschaft hatte da bereits mit insgesamt vier Fehlerpunkten die Nase vorn.

In Umlauf zwei konnte der 24-jährige und ebenfalls einstige Europameister der Jungen Reiter, Guido Klatte jr., mit Qinghai den Parcours ohne Fehler beenden. Dafür kamen die drei anderen Deutschen jeweils mit vier Fehlerpunkten nach Hause. Mit insgesamt 16 Punkten war das Strafpunktkonto der Mannschaft um Equipechef Heinrich-Herrmann Engemann nach beiden Umläufen gefüllt. Am Ende machte das Rang vier.

„Das war insgesamt keine schlechte Leistung unseres jungen Teams. Leider sind ein paar ärgerliche und unnötige Fehler passiert, die dann auch noch unglücklich verteilt waren“, berichtete Equipechef Engemann. „Aber alle haben hier viel Erfahrung gesammelt und das war schließlich Sinn der Sache. Auch in den anderen Prüfungen haben unsere Reiter noch ein paar schöne Platzierungen gesammelt und die Stimmung in der Mannschaft war gut. Insgesamt waren die Iren hier die dominierende Nation.“

Souveräne Iren

Die Führung nach Runde eins ließen sich die Iren auch im zweiten Umlauf nicht mehr nehmen. Am Ende hatte das Team um Equipechef Michael Blake gerade mal vier Strafpunkte auf dem Konto. Das bedeutete heute den Sieg im Nationenpreis.

Shane Breen war mit dem zwölfjährigen Ipswich unterwegs, seinem WM-Pferd von 2018. Das Paar leistete sich lediglich in der zweiten Runde einen Abwurf. Der 14-jährige Chacco-Blue-Sohn Chacon lieferte mit Eoin Mcmahon im Sattel einen blitzsauberen Parcours im zweiten Umlauf, kam jedoch in Runde eins mit vier Strafpunkten nach Hause.

Castlefield Vegas, ein zehnjähriger Wallach von Cassino, gab zusammen mit seinem Reiter Jason Foley heute das beste Paar ab. In beiden Runden blieben sie strafpunktfrei und in der Zeit. Seit Februar hat Foley den Wallach übrigens erst unter dem Sattel. Zuvor war das Pferd mit dem Iren Gerard O’Neill auf internationalem Parkett unterwegs.

Michael Duffy hatte heute seinen zwölfjährigen Livello-Sohn Lapuccino gesattelt. Der Wallach war bereits bei den U21-Europameisterschaften 2017 der vierbeinige Partner unter dem Sattel des mittlerweile 23-jährigen Duffy gewesen. Heute sammelte das Paar im ersten Umlauf vier Strafpunkte. Der zweite Parcours gelang den beiden dann jedoch fehlerfrei.

Über den zweiten Platz konnte sich die Mannschaft aus Großbritannien um Equipechef Di Lampard freuen. Sie setzte sich zusammen aus Georgia Tame und Ascot (0/0), Emily Moffitt und Winning Good (4/6), Jack Whitaker und Elucar (8/4) sowie William Funnell und Billy Diamo (0/4). Insgesamt waren auf dem Konto der Briten zwölf Strafpunkte.

Ebenfalls auf Rang zwei landete das dänische Team. Equipechef Bo K. Møller führte das Team an, bestehend aus Zascha Nygaard Andreasen und Campino (4/12), Emil Hallundbaek und High Nitro (4/0), Martin Knudsen und Cash (8/0) und schließlich Andreas Schou und Quadrosson (0/4). Das bedeutete ebenfalls ein Gesamtergebnis von zwölf Strafpunkten.

Gastgeber Norwegen kam mit 28 Strafpunkten nach Hause und landete damit auf dem fünften Rang.

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