CSIO Zuidwolde: Deutsche Children in Top-Form und mehr

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Springen (© Toffi)

Für die Nachwuchsspringreiter ging es am Wochenende in die Niederlande. In den Altersklassen Children, Ponys, Junioren und Junge Reiter bildeten der Nationenpreis und der Große Preis die Höhepunkte des Wochenendes. Im Nationenpreis lief es für die deutschen Children am besten.

Die Children machten in Sachen Nationenpreis den Anfang in den vier Altersklassen und legten mächtig vor. Gleich drei Teams kamen aus den beiden Umläufen über 1,30 Meter mit null Strafpunkten heraus! Somit zogen ebendiese ins Stechen um den Sieg ein, nämlich die Niederlande, Italien und eben Deutschland.

Für die deutsche Mannschaft um Equipechef Eberhard Seemann reichte es also nicht, dass gleich alle vier Reiterinnen doppelnull mit ihren Pferden blieben. Im Stechen gingen nochmal alle vier Paare an den Start: Carlotta Merschformann mit Conny v. Comme il faut, Amy Helfrich mit Clowny v. Clarimo, Vieca Sofie Bade mit der Contendro I-Stute Chades of Grey sowie Jolie Marie Kühner mit Lionel Messi v. Leo Von Faelz. Lediglich Amy Helfrich bekam dort dann einen leichten Fehler, ihre Runde bildete somit das Streichergebnis. Geschlagen geben mussten sie sich dennoch, denn am schnellsten der drei Stech-Mannschaften war das Team der gastgebenden Nation unterwegs.

Renske van Middendorf mit Dos Lunas Galaxie, Emma Heijligers mit Sambucca, Jesse Berkers mit Aragon Happhira und Yoni van Santvoort mit Esprit lauteten somit die Namen der Paare, die die Ehrenrunde in Zuidwolde am Ende anführen durften. Ebenso wie die deutsche Equipe musste sich auch die italienischer also geschlagen geben. Da nur um den Sieg gestochen wurde, wurde es für die beiden anderen Teams der zweite Platz.

Am Samstag ging es für die U14-Reiter auf Großpferden dann noch um den Sieg im Großen Preis. Der wurde der Polin Malgorzata Babczynska mit Happylina v. Lexicon zuteil, die nach einem fehlerfreien Umlauf im Stechen nochmal fehlerfrei nachlegte und dabei die Schnellste war. Auch zwei deutsche Reiterinnen hatten es ins Stechen geschafft. Mit einer nochmals blitzsauberen Runde sicherte sich Amy Helfrich mit dem elfjährigen Wallach Clowny Rang sieben. Carlotta Merschformann und Conny, die ja vor wenigen Wochen beim Preis der Besten siegten, nahmen im Stechparcours eine Stange mit und wurden Elfte.

Ponyreiter auf Platz sechs

Bei den Ponyreiterin lief es für die deutsche Equipe mit Rang sechs im Nationenpreis nicht ganz so erfolgreich. Acht Mannschaften waren dazu angetreten. Ein Stechen war nicht nötig, denn die irische Equipe um Coen Williams/Saxton Freedam, Katie Nallon/Little Smithe, Ben Walsh/Derryvane Belle  und James Derwin/Rincoola Babog hatte als einzige nach zwei Umläufen keine Strafpunkte auf dem Konto. Für Deutschland sammelten Jolie Marie Kühner mit ihrem Bundensnachwuchschampionats-Sieger Del Piero, Jonna Esser mit Catness, Carlotta Merschformann mit Black Pearl sowie Amy Helfrich mit Linda in zwei Umläufen 24 Strafpunkte. Das reichte für Rang sechs.

Im Großen Preis lief es aus deutscher Sicht für die amtierende Deutsche Meisterin Jonna Esser am besten. Die zehnjährige Corrado-Tochter Catness blieb mit Esser null im Umlauf und zog damit als eines von sieben Paaren ins Stechen ein. Dort ließen lediglich die Siegerin aus den Niederlanden, Siebe Leemans mit Noriego Vd Riloo und Tilly Bamford (GBR) mit Lapislazuli ein weiteres Mal alle Stangen in ihren Auflagen. Für Bamford wurde es somit Rang zwei. Jonna Esser und Catness bekamen einen Springfehler und wurden damit Vierte.

Junioren

Nur im ersten Umlauf des Nationenpreises in den Parcours ritten die für Deutschland startenden Paare Marie Flick/Ciro, Madlen Boy/Charlet Blue, Thore Stieper/Cool Cat sowie Mick Haunhorst/Clarimo’s Girl. Lediglich Thore Stieper blieb mit der elfjährigen Cassini-Contender-Tochter Cool Cat dort fehlerfrei, seine Teamkollegen sammelten vier, vier und acht Strafpunkte. Mit 16 Punkten nach dem ersten Umlauf verzichtete die Equipe auf den Start in Runde zwei. Sie belegten damit Rang neun von zwölf.

Im Großen Preis der Junioren über 1,40 Meter lieferte ein Einzelstarter aus Deutschland das beste Ergebnis. Magnus Schmidt belegte mit Miss Balou v. Balou du Rouet den zehnten Platz. Es siegte mit Olivia Álvarez García eine Spanierin. Sie saß im Sattel des KWPN-Wallachs Gazquine Tag v. Mylord Carthago.

Junge Reiter: Rang fünf für Deutschland

Die U21-Reiter, darunter der aktuelle Preis der Besten-Sieger Sönke Fallenberg, ritten zu dem fünften Platz in der Teamwertung. Der setzte sich zusammen aus acht und null Fehlern für Johanna Beckmann und Chardonnay, zweimal vier Fehlern für Matthis Westendarp und Chillert Blue, acht und null Strafpunkten für Sönke Fallenberg mit Vescovino sowie acht und zwölf Fehlern für Emilia Löser mit Lesodero. Mit Streichergebnissen machte das insgesamt 24 Punkte für die Equipe. Insgesamt war dieser Nationenpreis fehlerbehafteter als die in den anderen Altersklassen. Es siegte Belgien mit 16 Strafpunkten, hier waren Sacha Beghuin/Elcup Van Beek li Z, Aiko Paridaen/Libelle De Muze, Aaron Tijskens/Hurricane und Jules Van Hoydonck/Minte Vd Bisschop die Paare, die die Ehrenrunde am Ende anführen durften.

Im abschließenden Großen Preis, der in die Wertung der Young Riders Tour zählt, konnten drei deutsche Teamreiter nochmal mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam machen. Matthis Westendarp, seines Zeichens amtierender Europameister in dieser Altersklasse, musste sich mit dem Chacco-Blue-Sohn Chillert Blue im Stechen lediglich aufgrund der schnelleren Zeit von Skye Morssinkhof (NED) mit G-Vingino-Blue mit Platz zwei zufrieden geben. Sönke Fallenberg ritt mit Vescovino v. Valentino auf Rang vier mit dem schnellsten Vier-Fehler-Ritt im Stechen. Und Emilia Löser schaffte mit Lesodero v. Lordanos ebenfalls den Einzug ins Stechen und wurde dort Sechste.

Alle Ergebnisse vom CSIO Zuidwolde finden Sie hier.

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