CSIO Zduchovice: Siege in Großen Preisen für Ferch und Boy und Ergebnisse der Nationenpreise

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Springen (© Toffi)

Die deutschen Nachwuchsspringreiter konnten an ihre Erfolge der Vorwoche in Gorla Minore teils auch in Tschechien anknüpfen mit Siegen in den Großen Preisen für Ava Ferch und Madlen Boy. In Zduchovice waren jedoch auch die starken Italiener und die Mannschaften aus Ungarn und Polen gut aufgelegt.

Los ging es aber erstmal mit den Nationenpreisen. Die bestritten in Zduchovice die Teams der Jungen Reiter, Junioren und Children, Ponyspringen gab es nur am Rande.

Bei den Children hatten die Ungarn die Nase vorn. Das Team aus Johanna Fabian mit Chabal, Annabel Bodnar mit It’s a Gamble, Zsofia Hermann mit Chassiana und Rodrigo Szuhai mit Jay-Jay behielten eine weiße Weste nach zwei Umläufen, in denen jeweils Hermann in Umlauf eins und Fabian in Umlauf zwei mit vier Strafpunkten das Streichergebnis bildeten. Allerdings lief es in den Normalparcours für die Equipe aus Italien nur wenig schlechter. Hier blieben alle drei Paare in beiden Umläufen strafpunktfrei, sodass die vierte Reiterin gar nicht erst in den Parcours einreiten musste. Dann aber ins Stechen, denn Ungarn und Italien waren somit gleichauf nach zwei Runden.

Dort lieferten die ungarischen Reiter vier blitzsaubere Runden, wohingegen die in den Umläufen nicht gestarteten Elia Migliaccio mit Exploir sowie Greta D‘Angelo mit Fulltime jeweils vier Strafpunkte sammelten. Die italienische Equipe, die außerdem aus Lavinia lo Bosco mit Ocean und Sofia Ottaviani mit S. Takilly bestand, wurde somit schlussendlich Zweite.

Nicht ins Stechen musste das Team aus Deutschland. Ava Ferch mit Chacco-Mo (4/4), Jolie Marie Kühner mit Queen Lathifa (0/0), Luise Konle mit Zivia H (0/0) und Antonia Häsler mit Quiwi’s Dream (0/8) bildeten das Team, das mit den Streichergebnissen auf insgesamt vier Strafpunkte als Endergebnis kam. Dank der schnelleren Zeit verwiesen die Deutschen die Polen damit auf den vierten Platz, denn auch sie hatten vier Strafpunkte auf ihrem Konto.

Stechen auch bei den Junioren zugunsten von Ungarn

Nochmal Ungarn stand ganz oben auf dem Siegertreppchen des Nationenpreises, nämlich bei der Altersklasse Junioren. Die Mannschaft aus Ungarn mit Gyula Szuhai Jr. und Perthy Jackson (0/0), Lizanna Kiss und Cojano (0/0), Lea Czetenyi und Hamor (0/4) sowie Peter Osztovits und Laguilot Z (4/0) kam dank der Streichergebnisse mit dem Bestergebnis von null Punkten aus den zwei Umläufen. Das gelang aber auch der polnischen Mannschaft, bestehend aus Natalia Stefanska mit Kapucijn vd Dankhoeve (1/0), Roza Koniezcna mit Darido B (0/0), Iga Biegalska mit Canabaz (0/0) und Daria Pietrzak mit Monsun, die im ersten Umlauf fehlerfrei blieb und im zweiten nicht an den Start gehen musste. Im Stechen sammelten die Ungarn fünf Strafpunkte, die Polen neun. Somit fiel die Entscheidung für Ungarn aus.

Rang drei ging mit dem Ergebnis von acht Punkten an Tschechien, gefolgt von der deutschen Equipe, die zwar ebenfalls acht Punkte auf dem Konto hatte, aber in den acht Runden mehr Zeit benötigte. Für Deutschland gingen Mikka Roth mit Clayton (4/0), Charlotte Hoing mit Caboom (4/4), Paula Fischer mit Schmuckstück (4/0) und Madlen Boy mit Charlet Blue (0/0) an den Start.

Junge Reiter-Nationenpreis an die Gastgeber

Bei der Altersklasse U21 setzten sich die gastgebenden Reiter aus Tschechien gegen die Konkurrenz durch. Mit insgesamt vier Strafpunkten fuhren die Reiter Anna Helebrantová mit Greta SW (4/4), Petra Pařenicová mit Zeta (8/0), Natálie Kovářová mit North Cape (0/0) und Eliška Hasnedlová mit Vepora (0/0) den Sieg ein. Das Nachsehen hatte mit acht Strafpunkten die polnische Mannschaft, bei der nur Julianna Suska mit Cascadeuce in beiden Umläufen fehlerfrei blieb. Maximilian Parkitiny bekam mit Ferrari in Umlauf eins vier Strafpunkte und blieb im zweiten Umlauf fehlerfrei. Andersherum gestaltete sich das Ergebnis bei Julia Blaszczak und Corcon. Oliwia Kosmol bildete mit Ninnica Bormes im ersten Umlauf mit neun Strafpunkten das Streichergebnis, in Runde zwei wurden es vier Strafpunkte für das Paar.

Dritte wurde die deutsche Equipe. Hannah Schreyer und Carpani bekamen vier Strafpunkte im ersten Umlauf, ihr Ausscheiden in Umlauf zwei bildete ein Streichergebnis. Johann Greve und Caressina lieferten mit zwölf Strafpunkten das Streichergebnis in der ersten Runde. Im zweiten Parcours bekamen sie vier Fehler. Verena Haller und Cary Anne brillierten mit zwei einwandfreien Runden, während Schlussreiterin Anna Jurisch mit null und einem Fehler im Sattel von Questo Vincitore nur wenig schlechter unterwegs war.

Deutsches Podium im Großen Preis der Children

Letztes Wochenende siegreich im Großen Preis beim CSIO Gorla Minore (ITA), konnte Ava Ferch diesen tollen Erfolg am Sonntag im Großen Preis über 1,30 Meter wiederholen. Wieder saß Ferch dabei im Sattel des zwölfjährigen Chacco-Blue-Sohns Chacco-Mo und zeigte nach dem fehlerfreien Umlauf eine ebenso tadellose und zudem noch die schnellste Runde im Stechen (0/37,42 Sekunden).

Am dichtesten auf den Fersen waren Ava Ferch zwei Teamkolleginnen. Antonia Häsler saß im Sattel der achtjährigen Quiwi Dream-Stute Quiwi’s Dream, der nach 39,13 Sekunden über die Ziellinie im Stechparcours galoppierte, ohne sich unterwegs etwas zu Schulden kommen zu lassen. Der dritte Platz wurde es für Luise Konle mit Zivia H, einer 15-jährigen Holsteiner Stute v. Cassaro. Ihr Ergebnis im Stechen lautete null Strafpunkte in der Zeit von 39,23 Sekunden.

Ebenfalls noch im Geld waren alle Einzelreiter: Jessica Wittkopp mit Cayrado auf Rang sechs, Lilli Ladwig mit Lord Stroebeck auf Platz neun sowie Skady Trümper mit Charis an 14. Stelle. Nationenpreis-Reiterin Jolie Marie Kühner schaffte mit Queen Lathifa ebenfalls den Einzug ins Stechen, verzichtete dort aber auf den Start.

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Junioren-Großer Preis an Madlen Boy

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die deutschen Junioren Madlen Boy und Paula Fischer im Großen Preis über 1,40 Meter. Nach einem fehlerfreien Umlauf zeigten Madlen Boy und ihre 15-jährige Chacco-Blue-Tochter Charlet Blue schließlich jedoch der Konkurrenz die Eisen. Ihre fehlerfreie Zeit von 35,89 Sekunden konnte Paula Fischer nicht unterbieten. Bei ihr und ihrer Oldenburger Stute Schmuckstück stoppte die Uhr im Stechen nach 36,42 Sekunden. Der dritte Platz wurde zur Beute einer Dänin mit Caroline Knudsen und Landlyst Callicon (0/0/38,62 Sekunden).

Starke Italiener im Großen Preis der Jungen Reiter

Dreimal Italien stand auf dem Podium im Großen Preis der Jungen Reiter über 1,45 Meter. Die Reihenfolge lautete hier Chiara Coppo/Betty de Vaudival, Giorgia de Lorenzi/Estrosa del Bedesco und Gaia Riva/Ultra Star de Savigny. Die drei Paare waren die einzigen, die im fünfköpfigen Stechen null blieben. Einen Abwurf bekam dort das Paar auf Rang vier, Johanna Zander-Keil mit Cappuccina v. Christian. Johann Greve und Caressina v. Carrico kamen mit acht Strafpunkten aus dem Stechen, Platz fünf.

Alle Ergebnisse aus Zduchovice finden Sie hier.