Deutsche Meisterschaft: Eva Maria Bitter verteidigt Vorjahrestitel

Eva Bitter und Caresse

Balve 17.05.2014 Reitturnier Balve Optimum Deutsche Meisterschaft Springen (Damen): Eva Bitter (GER) und Caresse Foto: ©Julia Rau Am Schinnergraben 57 55129 Mainz Tel.: 06131-507751 Mobil: 0171-9517199 R¸sselsheimer Volksbank BLZ 500 930 00 Kto.: 6514006 Es gelten ausschliesslich meine Allgemeinen Gesch‰ftsbedingungen (© Rau)

Sie hat es wieder geschafft: Eva Maria Bitter ist alte und
neue deutsche Meisterin der Springreiterinnen. Ihrer Stute Caresse unterlief in
vier Springen kein einziger Springfehler. Zweite wurde Anna Maria Jakobs vor
Jana Wargers. Das Siegerpferd hat eine ganz eigene Geschichte.

Sie jubelte und freute sich und Madeleine Winter-Schulze jubelte mindestens genauso frenetisch. Die Mäzenin von Ludger Beerbaum und Isabell Werth ist nämlich mehr als nur Besitzerin der Cento-Tochter Caresse, die Eva Maria Bitter den sechsten deutschen Meistertitel bescherte. Denn kaum jemand kennt Caresse länger als Madeleine Winter-Schulze. Ihr verstorbener Ehemann Diedrich Schulze hat die Schimmelstute gezüchtet. Caresse ist das letzte Fohlen, das bei Schulze zur Welt kam. Ursprünglich war die Stute im Stall Beerbaum zuhause, aber da hatte sie nicht so den richtigen Job, weil die Jungs im Stall von Ludger doch noch auf einem anderen Niveau unterwegs sind, sagte die neue deutsche Meisterin. Nachdem Caresse auf einem Turnier nicht so gut gesprungen war, wie erhofft, hatte Madeleine Winter-Schulze Eva Bitter angeboten, die Stute zu reiten. Ich bin gleich am nächsten Tag mit dem Hänger losgefahren und habe sie abgeholt.
Eigentlich hätte die Stute gar nicht in der Meisterschaft an den Start gehen sollen, „aber nach dem Warm Up-Springen haben wir gedacht, wir probieren das mal.“
Silber ging an Anna Maria Jakobs, die mit dem gekörten Holsteiner Caretino-Sohn Credo lediglich einen Viertelzeitfehler aus dem ersten Umlauf der Finalprüfung in die Wertung einbrachte. Noch vor fünf Tagen hatte Anna Maria Jakobs es gar nicht geplant, den Hengst in Balve zu reiten. „Er war lange raus, ich wollte ihn eigentlich erstmal ländlich reiten. Aber am Montag habe ich dann bei Otto Becker angerufen und gefragt, ob ich in Balve an den Start gehen dürfte.“
Den Platz in Balve kennt der Holsteiner, 2008 hatte Anna Maria Jakobs den damals Achtjährigen schon einmal in der Amazonen-Meisterschaft auf den Silberrang geritten.

Fünf Reiterinnen beendeten die vier Parcours, die um den Meistertitel der Amazonen entschieden, mit einem Abwurf. Punktemäßig der dritte Platz. Die Schnellste war Jana Wargers, 22 Jahre jung, aus Emsdetten mit dem Hannoveraner Lasco v. Laptop. Sie kam in 74,01 Sekunden ins Ziel – Bronze. Auch Jana Wargers hatte nicht unbedingt erwartet, mit Edelmetall aus Balve nach Hause reisen zu können. „Und wenn, dann nicht mit Lasco, sondern mit meinem Schimmel.“

Bundestrainer Heinrich-Hermann Engemann kündigte nach der Meisterschaft an, im kommenden Jahr die erste Wertungsprüfung anders auszuschreiben. „In diesem Jahr war es 1,45 Meter, im kommenden Jahr werden wir auch die erste Prüfung schon über 1,50 Meter gehen.“ Gestern hatten über 20 Reiterinnen die erste Prüfung fehlerfrei beendet.

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