Doha: Epaillard bleibt ungeschlagen, Kittel dominiert den Grand Prix, Rath Dritter

_SG20110

Das Paar der Stunde in Doha: Julien Epaillard (FRA) auf Virtuose Champeix (© Stefano Grasso/CHI Al Shaqab)

Die Erfolgssträhne des Julien Epaillard reißt nicht ab! Er holte im Freitagshauptspringen beim CHI Doha seinen dritten Sieg in zwei Tagen. In der Dressur gab es ein schwedisch-französisch-deutsches Treppchen.

Julien Epaillard und seine Pferde sind derzeit in absoluter Topform – allen voran der elfjährige Selle Francais-Hengst Virtuose Champeix. Der Fuchs v. Rubins des Bruyeres hatte einige Wochen Pause. Sein letztes Turnier war Basel Mitte Januar gewesen. Offensichtlich ein kluges Management seines Reiters, der den Hengst kennt seit er achtjährig war, denn dies heute war schon sein zweiter lukrativer Sieg an diesem Wochenende. Er war es, mit dem Epaillard gestern das Hauptspringen gewann und heute schon wieder.

Diesmal ging es über einen 1,55/1,60 Meter-Parcours mit anschließendem Stechen. Und wieder zeigte sich: Epaillard und Virtuose Champeix sind schnell und gut. Neben ihnen blieben noch sieben weitere Paare ohne Abwurf im Stechen. Aber an die fantastische Zeit von 33,41 Sekunden kam keiner heran, egal ob mit oder ohne Abwurf.

Genau vier hundertstel Sekunden trennten den Sieger vom Zweitplatzierten, Österreichs Max Kühner auf dem neunjährigen DSP-Wallach Electric Blue P v. Eldorado vd Zeshoek.

Platz drei holte das Duo, das gestern auf Rang zwei stand: Scott Brash mit der Stolzenberg-Tochter Shelby (0/34,11).

Bester Deutscher war Christian Kukuk mit Colestus auf Rang acht. Eine weitere Schleife für Deutschland holten Marcus Ehning und sein selbst gezogener Funky Fred als eines von drei Paaren, die ohne Spring-, aber mit einem Zeitfehlern aus dem ersten Umlauf kamen, Rang zwölf.

Hans-Dieter Dreher und Prinz hatten einen Abwurf. Jeweils acht Fehler wurden es bei Daniel Deußer auf Kiana van het Herdershof und Christian Ahlmann mit Take A Chance On Me Z. Bei Zoe Osterhoff und Chacenny kamen zwölf Strafpunkte zusammen, 14 waren es bei Marco Kutscher und Chaccorina.

Wieder mit dabei ist übrigens der Belgier Gregory Wathelet, der nach einem Sturz an der Schulter operiert werden musste, aber nun wieder reitet. Doch heute gab es auch für ihn und den Concorde-Sohn Indago einen Springfehler.

Zweiter 5*-Sieg in die Schweiz

Vor dem Highlight für Epaillard gab es bereits ein 1,50 Meter-Zeitspringen, bei dem die Schweizerin Jane Richard Philips mit ihrer zehnjährigen BWP-Stute Kenia van’t Laerhof die Nase vorn hatte.

Rogr-Yves Bost sorgte für eine weitere französische Top drei-Platzierung als er mit der Hannoveraner Cardenio-Tochter Talitha auf Rang zwei sprang, vor Filippo Marco Bologni mit Diplomat v. Kashmir van Schuttershof.

Großer Erfolg für Zoe Osterhoff: Bei ganz starker Konkurrenz wurde die 20-Jährige bei ihrem ersten Fünf-Sterne-Start beste Deutsche des Springens auf Rang sieben. Zu verdanken hat sie das ihrem KWPN-Wallach Elovely v. Eurocommerce Dubai.

Marcus Ehning und Calanda belegten Rang zehn. Christian Ahlmann und Dominator 2000 Z waren zwar fehlerfrei, aber nicht schnell genug für die Platzierung. Christian Kukuk und der erst achtjährige BWP-Hengst Mumbai v. Diamant de Semilly hatten einen Abwurf. Je zwölf Strafpunkte kassierten Hans-Dieter Dreher auf Arko Junior und Marco Kutscher mit Charco. Philipp Weishaupt und Coby gaben auf.

Dressur mit Favoritensieg

Es war abzusehen, dass Schwedens Patrik Kittel und sein 14-jähriger Oldenburger Delaunay das Paar sein würden, das es auf dem Grand Prix-Viereck von Doha zu schlagen gilt. Es sollte keinem der 16 Konkurrenten gelingen. Kittel siegte mit 74,413 Prozent, alle Richter bis auf den Norweger Trond Asmyr bei B hatten ihn auf Platz eins.

Weiter aufwärts zeigt der Trend bei der Französin Morgan Barbancon auf dem Oldenburger Hengst Sir Donnerhall II. Heute wurden sie mit 72,326 Prozent Zweite – ihr bislang zweitbestes Grand Prix-Ergebnis überhaupt. Das Training mit Reitmeisterin Dorothee Schneider hat offensichtlich Früchte getragen.

Dritter wurde mit 72,304 Prozent Matthias Alexander Rath auf dem Hannoveraner Fidertanz-Sohn Foundation. Für die beiden ist es das beste internationale Grand Prix-Ergebnis, das sie je erzielen konnten. Allerdings gingen die Richtermeinungen hier stark auseinander. Trond Asmyr sah Foundation auf Rang eins. Drei, sieben und vier lauteten hingegen die Rangierungen seitens Asmyrs Kollegen Elke Ebert, Francisco Guerra Diaz und Maria Colliander als Chefrichterin bei C.

Das zweite deutsche Paar, Jill de Ridder mit der 14-jährigen Rheinländer Stute Whitney v. Wolkenstürmer belegte Rang neun.

Alle Ergebnisse aus Doha finden Sie hier.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.