Doping: Tschechiens Emma Augier de Moussac darf wieder reiten

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Emma Augier de Moussac (© von Korff)

Der olympische Traum schien für die tschechische Springreiterin Emma Augier de Moussac ausgeträumt, nachdem nicht ihr Pferd, aber sie bei einem Qualifikationsturnier in Budapest positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden war. Nun hat sie sich mit der FEI geeinigt.

Vom 26. bis 30. Juni 2019 war Emma Augier de Moussac beim Olympia-Qualifikationsturnier der Gruppe C in Budapest am Start gewesen und musste in die Dopingkontrolle. In ihrer Urinprobe fand sich die verbotene Substanz Hydrochlorothiazid, ein Diuretikum, also ein Mittel zum Entwässern, das harntreibende Eigenschaften hat.

Verboten sind Diuretika bei Sportlern vor allem, weil sie maskierende Eigenschaften in Bezug auf andere Substanzen haben. Bei der FEI werden sie als „Specified Substance“ geführt, die nicht nur im Wettkampf, sondern generell verboten sind gemäß des Reglements der WADA.

Emma Augier de Moussac wurde daraufhin für zwei Jahre von Turnieren ausgeschlossen. Damit hätte sie die Olympischen Spiele in Tokio verpasst. Doch nun hat die 30-jährige Tschechin das FEI-Tribunal davon überzeugen können, dass sie die Substanz gewissermaßen aus Versehen zu sich genommen hat, weil sie Bestandteil eines Mittels zur Gewichtsreduktion war.

„Den Athleten trifft keine bedeutsame Schuld an der Regelverletzung“, heißt es im FEI-Protokoll zu dem Fall. Und weiter: „Der anwendbare Zeitraum der Sperre soll zwölf Monate betragen.“

Da die Sperre rückwirkend mit dem Tag der Entnahme der Probe am 28. Juni 2019 begann, lief sie am 27. Juni 2020 aus. Emma Augier de Moussac darf also ab sofort wieder reiten.