Dublin: Briten gewinnen Nationenpreis, Deutschland verpasst Finale

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Ein großer und vielleicht wegweisender Tag für die Briten beim Nationenpreis in Dublin 2019 ... (© FEI)

Während sich die Briten mit ihrem Sieg beim Nationenpreis in Dublin gerade so eben für das FEI-Nationenpreisfinale in Barcelona qualifizieren konnten, ist der Traum für Deutschland ausgeträumt.

Insgesamt zehn Nationen gehören zur Europa Division I der Regionen unter dem Dach der FEI. Die besten sieben der laufenden Saison qualifizieren sich für die Teilnahme am lukrativen und prestigeträchtigen Finale der Serie.

Otto Becker und seine Equipe hatten in Hickstead die letzte Gelegenheit, Punkte zu sammeln, um sich zu qualifizieren. Das gelang nicht wirklich mit einem enttäuschenden siebten Platz. Damit war Deutschland auf die Fehler der anderen angewiesen bei der letzten Etappe dieses Wochenende in Dublin, Irland. Doch es hatte nicht sollen sein.

Nach der letzten Etappe in Dublin führt die Schweiz das Ranking an, gefolgt von Italien, Irland, Frankreich, Belgien, Schweden und Großbritannien. Diese sieben dürfen in Barcelona an den Start gehen. Deutschland liegt an neunter Stelle hinter den Niederländern und vor den Österreichern. Letztere steigen damit auch in der nächsten Saison in die Division 2 ab, Deutschland darf weiterhin in der Division 1 antreten.

Siegreiche Briten

Die Briten liefen im genau richtigen Moment zu großer Form auf in Dublin. Mit gerade mal einem Strafpunkt sicherte sich das Team den Sieg vor Italien (12) und Irland (16).

Wir hatten eine Aufgabe zu erledigen, und das haben wir mit Stil getan!“, kommentierte Großbritanniens Equipe-Chefin Di Lampard den Auftritt ihres Teams. Es ritten Ben Maher auf Concona (4/1), Scott Brash mit Hello Jefferson (0/0), Emily Moffitt mit Winning Good (0/0) und Holly Smith auf Hearts Destiny (0/nicht gestartet).

Di Lampard zu ihrem Erfolgsrezept: „In den vergangenen drei Jahren haben wir junge Reiter aufgebaut und den Kader erweitert. Man kann diese Dinge nicht übereilen. Es braucht die richtigen Pferde und Besitzer, die an ihnen festhalten und all das benötigt Zeit.“

Ein Beispiel dafür ist wohl die 21 Jahre junge Emily Moffitt, Schülerin von Ben Maher, die mit ihren souveränen Nullrunden begeisterte. Ben Maher: „Reiten ist einfacher als am Rand zu stehen! Emily hat genau das umgesetzt, was ich ihr gesagt habe. Daher bin ich sehr stolz auf sie und stolz, Teil dieses Teams zu sein.“

Mit diesem Sieg und dem Finalticket in der Tasche blickt Di Lampard optimistisch in Richtung EM: „Jetzt reisen wir wirklich zuversichtlich nach Rotterdam, um dort eine Medaille zu gewinnen und unseren Platz in Tokio!“ Denn auch für die Briten geht es bei der EM um eine Olympiaqualifikation, die Deutschland nach Bronze bei den Weltreiterspielen in Tryon bereits in der Tasche hat.

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