EM-Finale 2019: Blick auf den Parcours im A-Finale

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Stadion EM Rotterdam 2019 (© www.st-georg.de)

Im A-Finale der 25 besten Springreiter der EM 2019 beginnt um 13 Uhr. Die besten 12 Paare kämpfen dann im B-Finale ab 15.30 Uhr um den Titel. Hier ein Blick auf den Kurs des A-Finale.

Heute geht es um die Medaillen bei den Springreitern und um 400.000 Euro Gewinngeld. Der Europameister darf sich über Ruhm, Ehre, 75.000 Euro Preisgeld und einen Chronographen von Longines freuen.

Der Parcours im A-Finale

Zwölf Hindernisse, 15 Sprünge bis 1,60 Meter hoch – das sind die Eckdaten des Parcours, den Parcourschef Louis Konickx für das A-Finale gebaut hat. Der Kursdesigner hat viel Lob für seine Parcours bekommen in den vergangenen Tagen. Unterschiedliche Anforderungen, die viel verlangten, aber keinen komplett versagen ließen. Ein Championat zu bauen, ist nie ganz einfach. Konickx hat seine bekannte Expertise einmal mehr unter Beweis gestellt.

Noch ist der Parcours nicht freigegeben und die Wasserwagen wässern den Boden noch reichlich. Gestern war es schon warm, heute soll es heiß werden. Was man aber schon sieht, und was auch der Parcoursskizze zu entnehmen ist: Im Stadion am Kralingse Bos kommt es wieder Schlag auf Schlag. Die dreifache Kombination in den dunkelblauen Farben des Hauptsponsors ist von der rechten Hand über die Platzdiagonale zu springen. 5a Triplebarre, 5b Steilsprung, 5c Oxer. Dann folgt ein Steilsprung am Ende der Diagonalen (6). Die nächste Klippe folgt schon sofort.

Von der linken Hand geht es über einen luftigen Steilsprung (7) mit Tulpenständern. Drei Stangen in Pastellfarben hängen hier in der Luft, dahinter, am Fuß des Sprungs, ist ein kleiner Wassergraben. Der ist die Einstimmung auf den offenen Wassergraben – übrigens die einzige Hindernisform, die der Topfavorit Ben Maher zwar nicht fürchtet, aber mit einem gewissen Respekt beäugt. Die Distanz zu dem Graben beträgt sechs Galoppsprünge (ca. 25 Meter).

Die zweifache Kombination (12a, b), Steilsprung, Oxer, beschließt den Kurs.Sie steht an der langen Seite vis á vis der gemauerten Haupttribüne, auf deren Balkonen die VIPs sitzen. Vier Galoppsprünge vorher steht auf dieser Linie noch ein Oxer mit Buchsbäumen (11) darunter gebaut.

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Vorläufige Parcoursskizze A-Finale EM Rotterdam 2019 (© www.st-georg.de)

Die deutschen Chancen

Marcus Ehning macht als 13. Starter den Auftakt. Mit Comme il faut hat er seit dem ersten Umlauf des Nationenpreises 9,56 Punkte. Ein Podiumsplatz ist eher unwahrscheinlich. Bessere Chancen haben da Simone Blum, die mit Alice als 18. Starterin im Parcours erwartet wird. Mit ihren 6,21 Punkten liegt sie weniger als einen Springfehler von Platz drei, gleichbedeutend mit Bronze, entfernt. Aktuell ist der Schweizer Martin Fuchs Dritter. Sein Pferd Clooney hat den Spitznamen die „Nullermaschine“ – mal sehen, ob das auch heute gilt.

Daniel Deußer und Tobago kommen direkt im Anschluss in die Bahn, Startposition 19. 5,47 Punkte nach dem Abwurf in der zweiten Nationenpreis-Runde, in der Deutschland Vizeeuropameister wurde, sind keine vier Strafpunkte mehr als der derzeit Zweite, der Belgier Jos Verlooy mit Igor (1,68) mit in das A-Finale bringt.

Der B-Parcours

Die Zwölf besten Paare des A-Parcours werden um 15.30 Uhr in den B-Parcours gebeten. Wer es nicht unter das beste Dutzend bei der kontinentalen Meisterschaft geschafft hat, kann schon verladen. Der Rückweg wird aber auf jeden Fall mit 7.600 Euro versüßt. Das erhält der Finalist, der es in den A-Kurs geschafft hat, genauer die Plätze 15 bis 25. Christian Ahlmann verzichtet also durch die Schonung seines Clintrexo, der als Zehnjähriger eine so tolle Leistung im entscheidenden zweiten Umlauf des Nationenpreis abgeliefert hatte, auf eine ganze Menge Geld. Hut ab!

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