Entscheidender zweiter Umlauf im Nationenpreis WM Springreiter – der Parcours

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Das Stadion der Weltmeisterschaften 2018 in Tryon. (© ww.st-georg.de)

Hier ein Blick auf den Parcours, der darüber entscheidet, wer Mannschaftsweltmeister im Springen wird. Kursdesigner Allan Wade hat wieder einen langen Parcours gebaut. 63 Pferd-Reiter-Kombinationen sind am Start.

Brütend heiß ist es, der Boden wird im Stadion in Tryon immer wieder gewässert. Der Parcours ist beeindruckend, 14 Hindernisse  mit 17 Sprüngen. 63 Starter sind dabei. Die deutschen Reiter gehen als 31., 41., 51. und 61. Bewerber in den Kurs. Nach dem gestrigen Umlauf liegt die deutsche Equipe auf Rang drei, das wäre die Bronzemedaille.

Hier ein Blick auf den Parcours, seine Höhen und Distanzen

1 Sprung FEI Oxer (1,45 x 1,55 Meter), einladend, problemlos, dann nach acht oder neun Galoppsprüngen

2 Steilsprung mit schwarzen Stangen (1,58 Meter), zwei Adler links und rechts zur Begrenzung. Dann wird es spannend. Bundestrainer Heinrich-Hermann Engemann sagt, die folgende Linie erinnere ihn an die Schlusslinie des gestrigen Parcours, an dem es unter anderem Maurice Tebbel und Marcus Ehning erwischt hatte

3 Buschoxer (1,51 x 1,65 Meter), ein für zeitgenössische Kurse recht untypischer Oxer. Dem Publikum eher aus dem Hamburger Derbyparcours bekannt. Und so geht es nach vier Galoppsprüngen auch weiter, nämlich mit der ersten Kombination, einer Zweifachen aus

4 weißen Gattern, 4a (1,57 Meter), Distanz 8,30 Meter, 4b (1,60 Meter). Auch das eher Hindernisse, die nicht in jedem Parcours stehen, heutzutage zumindest. Nach fünf Galoppsprüngen folgt

5 Oxer Grundfarbe: weiß, Stangen schwarz geringelt – schwer einzuschätzen für die Pferde. Die Ständer links und rechts sind die Flaggen (1,51 x 1,75 Meter), danach geht es auf eine Linkswendung und der zweithöchste Sprung des Tages wartet.

6 Schmetterlinge-Steilsprung (1,63 Meter). Jetzt heißt es im Rechtsgalopp landen und auf einer gebogenen Linie diagonal über den Platz galoppieren. Acht Galoppsprünge weiter steht ein

7 WEG-Oxer, blaue Stangen mit Wassergraben darunter und weißen stilisierten Pferdeköpfen als Fangständer(1,50 x 1,70 Meter), einen offenen Wassergraben gibt es diesmal nicht. Auf diesen Sprung folgt in geradere Linie ein

8 Natur-Oxer folgt (1,50 x 1,70 Meter). Jetzt ist von den Reitern eine Spitzkehre gefordert.

9 FEI, also Grundfarbe Dunkellila, Steilsprung (1,62 Meter), dahinter nach rechts und über die Diagonale wo die dreifache Kombination wartet.

10 a Triplebarre (1,55 x1,85 Meter), Distanz: 10,90 Meter,
10 b Steilsprung (1,58 Meter), Distanz: 7,95 Meter,
10 c Oxer (1,51 x 1,65 Meter). Gotische Elemente aus dem Kirchenbau sind das prägende Motiv dieser Klippe im Stadion. In direkter Folge kommt dann noch auf gerader Linie ein

11 Longines-Steilsprung (1,64 Meter), das höchste Hindernis im Parcours. Anschließend geht es allmählich nach Hause, zunächst noch einmal rechts herum auf

12 Weintrauben-Oxer (1,51 x 1,75 Meter). Sechs Galoppsprünge danach steht ein

13 schmaler, gelber Steilsprung, das vorletzte Hindernis. Jetzt noch einmal aufpassen, nicht dass die Pferde nun nach rechts gen Ausgang drängen, denn der letzte Sprung kommt noch

14 Flugfahrt-Oxer mit dem hölzernem Doppeldecker (1,50 x 1,60 Meter). Nach 545 Metern sind Pferd und Reiter im Ziel. Die erlaubte Zeit beträgt 82 Sekunden.