Evi Penzlin ist neue deutsche Meisterin Springen

Evi Penzlin unf La Passion de Caballo Ulika

La Passion de Caballo Ulika (© www.foto-design-feldhaus.de)

Das Baby war in Balve zum Daumen drücken, der Vater ritt derweil in Cannes bei der Global Champions Tour und die Mama wurde Deutsche Meisterin der Springreiterinnen. Evi Penzlin setzte sich im Stechen vor zwei Konkurrentinnen aus Süddeutschland.

Stell dir vor, du bist Meisterin, und dein Lebensgefährte weiß nichts davon … Eva Penzlin aus Itzehoe in Schleswig-Holstein hat heute im Stechen um die Medaillen ihren ersten deutschen Meistertitel gewonnen. Der einzige Nullfehlerritt des Top-Trios bescherte der Springreiterin die Goldmedaille im Balver Reitstadion. Ihr Lebenspartner und Vater der gemeinsamen Tochter Pamina, der schwedische Springreiter Rolf Göran Bengtsson, ritt derweil in Cannes bei der Global Champions Tour. Doch er konnte zunächst nichts von dem Meistertitel zur Hand. Evi Penzlin hatte das Handy nicht zur Hand. Im Sattel der Holsteiner Stute mit dem ungewöhnlichen Namen La Passion de Caballo Ulika v. Colman unterlief der Schleswig-Holsteinerin kein Springfehler in Balve. In der zweiten Qualifikation war sie Zweite hinter der späteren Silbermedaillengewinnerin.

www.foto-design-feldhaus.de

Simone Blum und Flying Boy

Die schnellste Runde des Stechens lieferte Simone Blum aus Bayern, deren Flying Boy v. Fly High sich beinahe selbst von der Teilnahme an den Meisterschaften ausgeschlossen hatte. Der Wallach hatte sich vertreten, musste geschont werden. „Vor Balve habe ich keinen einzigen Sprung zu Hause gemacht,“ sagt die Vizemeisterin, deren Vater Jürgen ein international erfolgreicher Vielseitigkeitsreiter war. Ein knapper Abwurf bedeutete Rang zwei. Dritte wurde Tina Deuerer aus Bretten in Baden-Württemberg im Sattel von Chanoc v. Caretino. Auch hier machte ein Abwurf im Stechen den Traum vom Podiumsplatz eins zu nichte. Aber Deuerer strahlte trotzdem. 2010 hatte sie es schon einmal zu einer Deutschen Meisterschaft geschafft, aber ein halbes Jahr später ging ihr Meisterschaftspferd an einer Kolik zu Grunde. „Ich war danach Baden-Württembergische Meisterin, hatte aber kein passendes Pferd.“ Sie reite vielleicht drei oder vier Drei-Sterne-S-Springen pro Jahr, so die Bronzemedaillengewinnerin, „da braucht es ein Pferd, das passt.“ Und genau den hat Deuerer mit ihrem Holsteiner Chanoc nun gefunden. Im Stechen war das Paar 39 Hundertstel Sekunden langsamer als das Bayern-Duo Blum/Flying Boy.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.