FEI diskutiert Zukunft des Springsports

BEL – BRUYNSEELS Niels and GANCIA DE MUZE- FEI – Lukasz Kowalski – PR attached

Unterwegs für Belgien: Niels Bruynseels und Gancia de Muze. (© FEI/Lukasz Kowalski)

Zwei Tage lang wurde in Lausanne mit Vertretern des Weltreiterverbands FEI am runden Tisch über die Zukunft des Springsports debattiert. Knapp 40 Teilnehmer aus 21 Ländern und von fünf Kontinenten waren dabei, darunter Athleten, Equipechefs, Veranstalter und Pferdebesitzer.

Themen an Tag eins waren unter anderem die neusten Trends im Springsport, die Struktur der FEI-Springveranstaltungen sowie die „nachhaltige und ethische Verwendung“ von Pferden, wie es in der FEI-Pressemitteilung heißt. Es wurde vereinbart, dass es strengere Mindestanforderungen geben müsse, um die Gesamtstandards von FEI-Veranstaltungen zu verbessern, insbesondere im Hinblick auf die Stallungen und die Sicherheit der Ställe.

In der Gruppe herrschte Einigkeit darüber, dass die Verantwortung im Umgang mit den Pferden in erster Linie bei den Athleten und den Pferdebesitzern liegt, die FEI jedoch eingreifen würde, wenn Bedenken hinsichtlich einer Überbeanspruchung des Pferdes bestehen.

Am zweiten Tag drehte die Diskussion sich um den FEI-Nationenpreis. Die Teilnehmer waren sich einig, dass der FEI Nationenpreis ein „exzellentes Produkt“ sei, dass von Emotionen und Nationalstolz angetrieben werde. Es herrschte Einigkeit darüber, dass der FEI Nationenpreis die wichtigste Serie des Sports sein muss, aber dass im Fokus stehen müsse, sie immer weiter zu verbessern, um ihr langfristige Zukunft in einem zunehmend konkurrierenden Umfeld zu sichern.

So schlug der Schweizer Equipechef Andy Kistler vor, die Europa Division I künftig auf acht Teams, sechs Turniere und vier Ergebnisse, die zählen, zu beschränken. Dafür erntete er viel Unterstützung. Die EEF (European Equestrian Federation) überarbeitet derzeit das Format für die Europe Division II.

Auch von den Reitern gab es viel positive Rückmeldung in Bezug auf den Nationenpreis. Der Brasilianer Pedro Veniss erklärte: „Den Nationenpreis liebt einfach jeder! Es ist das beste Produkt, das wir haben. Ich als Reiter kann Ihnen versichern, dass es das schönste Gefühl der Welt ist, für sein Land reiten zu dürfen!“

Der Vorsitzende des International Jumping Owners Club, Dominique Mégret, stimmte zu: „Der Nationenpreis ist die DNA unseres Sports!“

Auch das Weltcup-Finale wurde angesprochen. Hier überlegt man, das Finale noch dichter an die letzte Qualifikation zu legen, um mehr maximale Beteiligung der Spitzenreiter und -pferde zu ermöglichen.

Das positive Ergebnis der Gesprächsrunde wurde von vielen Teilnehmern gelobt. Stephan Ellenbruch, Vorsitzender des FEI Springkomitees, betonte, dass dieses Treffen wirklich gezeigt habe, dass sie nicht nur alle im gleichen Boot säßen, sondern auch alle in die gleiche Richtung rudern. Auch FEI Präsident Ingmar De Vos stellte fest, dass die Gespräche am runden Tisch der letzten zwei Tage eine wichtige Debatte über die Zukunft des Springsports hervorgebracht hätten.

Die Ergebnisse werden nun in den zuständigen Gremien diskutiert und Vorschläge erarbeitet, die dann den nationalen Verbänden und Beteiligten zur Abstimmung vorgelegt werden.

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